Gesundheitswarnung für einen möglichen Fall von Beulenpest in China

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Die Behörden in einer nordchinesischen Stadt gaben eine Gesundheitsalarmmeldung der Stufe 3 heraus, die zweitniedrigste auf der Skala des Landes, nachdem ein möglicher Fall von Beulenpest entdeckt worden war, wie die offizielle Presse berichtet.

Die Städtische Gesundheitskommission der Stadt Bayannur (im Norden der Inneren Mongolei) gab am Sonntag (05.07.2020) bekannt, dass ein Hirte aus dem Gebiet Urad Middle Flag in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert wurde, wo die Krankheit diagnostiziert wurde.


Vorerst bleibt der Patient isoliert in einem medizinischen Zentrum, wo er behandelt wird, und bleibt “stabil”.

Die Alarmstufe 3 wird bis Ende dieses Jahres aufrechterhalten, um mögliche Ausbrüche der Beulenpest zu verhindern und zu kontrollieren, so die örtlichen Behörden.

In einer Erklärung rief die kommunale Exekutive die Bürger auf, vorsichtiger mit der Gefahr von Infektionen von Mensch zu Mensch umzugehen, und forderte auch, dass sie keine Tiere verzehren, die eine Ansteckung mit der Krankheit verursachen könnten.

Sie forderte auch, dass alle Verdachtsfälle von Pest gemeldet werden, unabhängig davon, ob die Patienten ohne ersichtlichen Grund hohes Fieber entwickeln oder plötzlich sterben.

Die Städtische Gesundheitskommission forderte die Bürger auch auf, zu melden, wenn sie Murmeltiere oder andere kranke oder tote Tiere gefunden haben, und erinnerte daran, dass es verboten ist, Tiere zu jagen, die Träger der Krankheit sein könnten.

Die spezifische Erwähnung von Murmeltieren könnte im Zusammenhang mit zwei bestätigten Fällen von Beulenpest in der benachbarten Mongolei in der vergangenen Woche stehen. In diesem Fall wurden zwei Brüder ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie sich nach dem Verzehr von Murmeltierfleisch mit der Krankheit infiziert hatten.

Diese Tiere und andere kleine Säugetiere sind Träger von Flöhen, die mit Yersinia pestis infiziert sind, welche sowohl die Beulen- als auch die Lungenpest verursacht.

Bei der Beulenpest treten die Symptome in der Regel nach einem Zeitraum von ein bis sieben Tagen auf, und wenn sie nicht mit Antibiotika behandelt wird, hat sie eine Sterblichkeitsrate von 30 bis 60 Prozent.

Die drei am stärksten betroffenen Länder sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit Madagaskar, die Demokratische Republik Kongo und Peru.