Die jüngste Notarstatistik auf Mallorca wirft ein Schlaglicht auf die Eigentumsverhältnisse der Insel. In einigen Gemeinden stammen die meisten Immobilienkäufe von Personen, die weniger als sechs Monate im Jahr auf Mallorca leben. Dies wirft wichtige Fragen hinsichtlich der Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft, Mietpreise und das tägliche Leben auf.
Besonders in Fokus steht die Frage, wer von einem Immobilienmarkt profitiert, der stark von Käufern geprägt ist, die nicht dauerhaft auf den Balearen ansässig sind, und welchen Preis die Insel dafür zahlt.
Die aktuellen Daten des spanischen Notariats belegen deutlich, dass ein erheblicher Teil der Immobilienkäufe von Nicht-Residenten getätigt wird. Dies führt zu einer Zweiteilung des Marktes, in der hochpreisige Zweitwohnsitze, insbesondere in Gegenden wie Port d’Andratx, Santanyí, Calvià und Pollença, dominieren.
In Port d’Andratx beispielsweise liegt der Anteil nicht-residenter Käufer bei etwa 90 Prozent. Diese Zahl deutet auf einen erheblichen Kapitalzufluss hin, der jedoch nicht unbedingt mit einer dauerhaften Integration in die lokale Wirtschaft einhergeht. Darüber hinaus zeigt die Statistik, dass ein beträchtlicher Anteil der Käufe, fast jeder sechste, von juristischen Personen getätigt wird.
In Sa Pobla sind sogar über 40 Prozent der Transaktionen auf Unternehmen zurückzuführen. Diese Entwicklung beeinflusst das Angebot, die Preise und die Art und Weise, wie Wohnraum genutzt wird, wobei der Fokus zunehmend auf Investitionen statt auf dauerhaftem Wohnen liegt.
Quelle: Agenturen





