Die Verhandlungen über die Zukunft der Marke Agama auf Mallorca sind gescheitert. Das Landwirtschaftsministerium hatte gemeinsam mit der Gruppe Damm nach einem Ausweg gesucht, um die Schließung der traditionsreichen Marke zu verhindern. Auch die Milchviehbetriebe Son Carbó, Ses Veles und Son Bernat sowie die Mitarbeiter der Abfüllanlage in Palma waren in die Gespräche involviert.
Damm bot an, die Marke Agama sowie alle Anlagen zu einem „angemessenen Preis“ zu kaufen, was die Viehzüchter jedoch ablehnten. Somit ist die Option einer Weiterführung Agamas außerhalb der Damm-Gruppe mit privaten und öffentlichen Investitionen hinfällig, da es sich laut Miquel Vanrell vom Betrieb Son Carbó um ein „völlig unrentables Projekt“ handelt.
Seit sechs Monaten fanden Verhandlungen zwischen dem Unternehmen, der Regierung, einer privaten Investorengruppe und den Viehzüchtern statt, um eine öffentlich-private Partnerschaft zur Produktion von Agama zu gründen. Dieser Vorschlag sah vor, dass ein privater Investor 50 % des Unternehmens übernehmen sollte, die Regierung 25 % und die Viehzüchter und Arbeitnehmer die restlichen 25 %.
Laut Miquel Vanrell waren die Bedingungen für die Beteiligten jedoch nicht tragbar. Das Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei bestätigte, dass dieser Vorschlag mit großem Engagement geprüft wurde, da man darin eine strategische Chance sah.
Nachdem die Molkereien den öffentlich-privaten Vorschlag ablehnten, zog auch die Regierung ihre Unterstützung zurück, da die Viehzüchter ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sind. Minister Joan Simonet äußerte sich dahingehend, dass die Landwirtschaft und Viehzucht lebendige Modelle seien und das Ministerium die Entscheidungen der Viehzüchter unterstützen werde.
Quelle: Agenturen



