Ein Urlaub in Spanien ist für viele Menschen ein jährlich wiederkehrendes Highlight. Aber auch wenn Spanien ein beliebtes und leicht erreichbares Reiseziel ist, gibt es einige Dinge, die Sie als Tourist beachten sollten.
Ob Sie mit dem Flugzeug, dem Auto oder dem Wohnmobil anreisen, es ist immer gut, gut vorbereitet zu sein.
Wenn Sie aus einem EU-Land kommen, benötigen Sie kein Visum für Spanien. Ein gültiger Reisepass oder ein europäischer Personalausweis reicht aus. Achten Sie jedoch auf die Gültigkeit: Ihr Dokument muss für die gesamte Dauer Ihres Aufenthalts gültig sein. Eltern, die mit minderjährigen Kindern reisen, sollten zusätzlich einen Nachweis der elterlichen Sorge oder die Zustimmung des anderen Elternteils mit sich führen, insbesondere wenn die Nachnamen unterschiedlich sind.
In Spanien wird in immer mehr Regionen eine Kurtaxe erhoben. In Katalonien (einschließlich Barcelona, Costa Brava und Costa Dorada), auf den Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera) und in Städten wie Sevilla und San Sebastián wird diese Steuer pro Person und Nacht erhoben. Die Höhe hängt von der Art der Unterkunft ab: Je luxuriöser, desto höher die Abgabe. Im Durchschnitt zahlen Sie zwischen 1 und 4 Euro pro Nacht. Die Einnahmen werden für den Erhalt der Natur, der Infrastruktur und der touristischen Einrichtungen verwendet. Oft wird dieser Betrag erst beim Auschecken abgerechnet.
Jeder Tourist, der in Spanien übernachtet, muss sich bei der Unterkunft registrieren. Dies gilt für Hotels, Campingplätze, Ferienhäuser und Airbnb-Unterkünfte. Der Vermieter ist verpflichtet, Ihre Daten an die Guardia Civil oder Policía Nacional weiterzugeben. Sie müssen Ihren Personalausweis oder Reisepass vorlegen und manchmal zusätzliche Angaben wie Ihre Wohnadresse, Telefonnummer, Staatsangehörigkeit sowie An- und Abreisedatum machen. Dieses Verfahren ähnelt dem in Hotels in den Niederlanden oder Belgien, kann in Spanien jedoch etwas strenger gehandhabt werden.
Die Gesundheitskosten in Spanien können sehr hoch sein, insbesondere in Privatkliniken. Glücklicherweise können EU-Reisende die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nutzen. Damit haben Sie Zugang zu medizinischer Versorgung zu den gleichen Bedingungen wie Einheimische. Bitte beachten Sie: Die Karte deckt nur notwendige Behandlungen, keine Rückführungskosten oder zusätzliche Kosten. Eine zusätzliche Reiseversicherung ist daher dringend zu empfehlen, insbesondere bei Abenteuerurlauben oder Reisen abseits der ausgetretenen Pfade.
Fahren Sie mit Ihrem eigenen Auto nach Spanien? Dann beachten Sie die Zonas de Bajas Emisiones (Umweltzonen) in Städten wie Barcelona und Madrid. Die Zufahrt zu diesen Zonen ist für ältere Fahrzeuge eingeschränkt und in einigen Fällen ohne eine spanische Umweltplakette (distintivo ambiental) verboten. Diese Plaketten werden nur für spanische Kennzeichen ausgestellt, aber ausländische Fahrzeuge können sich über ein Online-Portal der Gemeinde im Voraus registrieren. Die Bußgelder können bis zu mehreren hundert Euro betragen.
Wohnmobile und Wohnwagen sind in Spanien sehr beliebt, aber wildes Campen ist nicht überall erlaubt. In vielen Regionen, insbesondere an der Küste, gelten strenge Vorschriften für das Übernachten außerhalb von offiziellen Campingplätzen. Die Gemeinden kontrollieren dies regelmäßig und können Bußgelder verhängen. Das Parken ist oft erlaubt, aber sobald Sie einen Tisch im Freien aufstellen oder die Markise ausklappen, gilt dies als Campen. Informieren Sie sich daher gut über die örtlichen Vorschriften oder wählen Sie einen offiziellen Wohnmobilstellplatz (área de autocaravanas) oder Campingplatz.
Fazit: Spanien ist ein gastfreundliches und abwechslungsreiches Urlaubsland, aber eine gute Vorbereitung ist unerlässlich, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Überprüfen Sie vor Ihrer Abreise Ihre Dokumente, Versicherungen und Reisepläne und informieren Sie sich bei Ihrer Ankunft bei Ihrer Unterkunft oder den örtlichen Behörden. So können Sie Sonne, Kultur und Tapas unbeschwert genießen.
Quelle: Agenturen





