Handelskrieg könnte deutsches BIP um mehr als 1 % senken

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Ein Handelskonflikt auf der Grundlage von allgemeinen Zöllen von 25 % könnte das Wirtschaftswachstum in Deutschland um mehr als einen Prozentpunkt senken, so die am Freitag (11.04.2025) veröffentlichten Berechnungen eines Wirtschaftsinstituts.

Dieser Zoll würde das Bruttoinlandsprodukt ein Jahr nach seinem Inkrafttreten um 1,2 % senken, so die Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Zahl der Beschäftigten würde um 90 000 sinken und die Zahl der Erwerbspersonen um 10 000, so die Studie, wobei von festen Zollanhebungen von 25 % ausgegangen wird. „Eine strukturelle Krise und jetzt auch noch eine Handelskrise: Das ist ein Schlag für die Industrie“, sagte Enzo Weber, Leiter der Abteilung Makroökonomie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Seine Zahlen stimmen mit denen des führenden Prognoseinstituts des Landes überein, das diese Woche erklärte, dass die Zölle Deutschland zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte in ein drittes Rezessionsjahr führen könnten. Die USA waren 2024 mit einem bilateralen Warenhandel von 253 Milliarden Euro (277,84 Milliarden Dollar) der größte Handelspartner Deutschlands, während China der zweitgrößte Handelspartner ist.

Deutschland unterliegt wie der größte Teil der Welt nun einem Zoll von 10 % auf seine Ausfuhren in die USA. Trotz einer 90-tägigen Pause ist jedoch weiterhin eine Abgabe von 20 % möglich. „Wir dürfen uns während der Zollpause im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen“, sagte Galina Kolev-Schaefer, Handelsexpertin bei IW. „Der Konflikt zwischen den USA und China wütet weiter und hat auch spürbare Folgen für die Europäische Union.“

Quelle: Agenturen