Ein plötzlicher Wetterumschwung hat am Freitag und Samstag (12.07.2025) zu heftigen Gewittern im Norden Spaniens geführt. Die Kombination aus einem DANA-Druckgebiet und extremer Hitze sorgte für heftige Niederschläge, starke Windböen und lokal sogar Hagel. In Regionen wie Aragón, Galicien, Navarra, La Rioja und Teilen von Katalonien gab es Meldungen über überflutete Straßen und Schäden durch Blitzeinschläge.
Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes AEMET führte das plötzlich instabile Wetter zu Niederschlagsmengen von mehr als 40 Millimetern pro Stunde. Vor allem am Freitagabend zogen schwere Gewitter über den Nordwesten und Norden des Landes. In einigen Gebieten kam der Verkehr aufgrund von Überschwemmungen zum Erliegen, und die Rettungsdienste mussten mehrfach ausrücken.
Aragón ist eine der Regionen, die von dem Unwetter besonders stark betroffen sind. In der Stadt Tarazona führte das Unwetter zu überfluteten Straßen, Garagen und Geschäften. Autos und Müllcontainer wurden vom Wasser mitgerissen und umgestürzte Bäume blockierten die Straßen. Die örtlichen Rettungsdienste mussten Dutzende von Notrufen bearbeiten. Auch in anderen Teilen Aragoniens, wie Moncayo und Bajo Aragón, gab es heftige Regenfälle und Sturmschäden.
Laut AEMET wurden Windböen von über 70 Stundenkilometern gemessen und lokal fielen in kurzer Zeit mehr als 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Hagelkörner erreichten an einigen Stellen einen Durchmesser von zwei Zentimetern. Im Westen des Ebro-Beckens warnt die Confederación Hidrográfica del Ebro vor plötzlichen Überschwemmungen.
In einigen Gebieten, wie beispielsweise Ribera del Ebro, war die Lage so extrem, dass ein ES-Alarm an die Bevölkerung ausgegeben wurde. Dieses System wird nur bei ernsthaften Gefahren eingesetzt, um die Bewohner direkt über ihr Mobiltelefon zu warnen.
Auffällig ist der Temperaturrückgang, den das Sturmwetter mit sich bringt. Nach wochenlangen Temperaturen über 35 Grad sank das Quecksilber lokal auf unter 25 Grad. Dennoch bleibt die Luftfeuchtigkeit hoch, was das Wetter unvorhersehbar macht.
AEMET und lokale Behörden haben verschiedene Warnstufen von Gelb bis Rot eingerichtet. Es wird empfohlen, die Wettervorhersage genau zu verfolgen, insbesondere wenn Sie sich in den Bergen aufhalten oder im Norden Spaniens unterwegs sind.
Obwohl das Schlimmste des Unwetters voraussichtlich im Laufe des Sonntags vorbei sein wird, besteht weiterhin die Möglichkeit neuer Gewitter. Urlaubern und Einwohnern wird empfohlen, besonders vorsichtig zu sein und bei Gewitter im Haus zu bleiben.
Quelle: Agenturen





