Höchstes Holzgebäude der Balearen wird in Palma auf Mallorca gebaut

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Das auf bioklimatische Architektur spezialisierte Bauunternehmen House Habitat hat in Palma auf Mallorca mit dem Bau des höchsten Holzgebäudes der Balearen begonnen. Es wird auch das erste Mehrfamilienhaus sein, das sich im Prozess der Passivhaus-Zertifizierung in der Region befindet. Dieses Dokument erkennt den umweltfreundlichen Charakter des Gehäuses an.

Das Projekt, ein Pionier des nachhaltigen Bauens, befindet sich im Stadtteil es Molinar in Palma. Es wurde von dem Architekten Joan Bonet Cifre entworfen und besteht aus vier Etagen, wobei sich auf jeder Etage ein Haus befindet.

Höchstes Holzgebäude der Balearen wird in Palma auf Mallorca gebaut
Höchstes Holzgebäude der Balearen wird in Palma auf Mallorca gebaut

Die gesamte Oberfläche des Gebäudes (552 m2) wird mit madera contralaminada oder als CLT (Cross-Laminated Timber) bekannt, gebaut, einem industrialisierten System, das eine viel schnellere Ausführung im Vergleich zu traditionellen Bauarbeiten ermöglicht. In der Tat wird die Struktur dieses Gebäudes in nur 11 Arbeitstagen fertiggestellt werden.

Die verwendete Holzsorte ist die Radiata-Kiefer, die aus nachhaltigen Wäldern in den Pyrenäen des baskischen Herstellers Egoín stammt. Dieses Material ermöglicht nicht nur schnellere Bauprozesse, sondern hat neben seinen anerkannten Qualitäten als Wärme- und Schallisolator oder Feuchtigkeitsregulator weitere technische Eigenschaften wie Leichtigkeit, Langlebigkeit oder Widerstandsfähigkeit.

Ein entscheidendes Element, das für die Verwendung von Holz im Bauwesen spricht, ist seine geringe Umweltbelastung, die für die Erreichung der globalen Ziele im Kampf gegen den Klimawandel von grundlegender Bedeutung ist. Das Unternehmen wies auch darauf hin, dass Gebäude für 40 % des weltweiten Energieverbrauchs und etwa 36 % der Kohlenstoffemissionen verantwortlich sind.

Holz ist eine natürliche, erneuerbare und wiederverwendbare Ressource mit einem minimalen Kohlenstoff-Fußabdruck im Vergleich zu herkömmlichen Materialien. Es ist auch der einzige Rohstoff, der während seines Wachstums Kohlenstoff aufnimmt und ihn nach dem Bau des Gebäudes speichert. Es wird geschätzt, dass ein Kubikmeter Holz auf der Baustelle eine Tonne CO2 während der Nutzungsdauer des Gebäudes immobilisiert und der Atmosphäre entzieht.

Im Fall des El Molinar-Gebäudes wurden 186,3 Kubikmeter Holz verwendet, so dass die gleiche Anzahl von Tonnen CO2-Emissionen vermieden wird. Eine Menge, die 37 olympische Schwimmbecken (25x10x2 Meter) füllen würde.

Dieses Gebäude in El Molinar ist das höchste auf den Balearen, das mit diesem Material gebaut wird, und auch das erste Mehrfamilienhaus mit Passivhaus-Zertifizierung. Dieses vom Passivhaus Institut Deutschland vergebene Siegel gilt international als das anspruchsvollste im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden.

Passivhaus-Gebäude sparen zwischen 75% und 90% des Energieverbrauchs im Vergleich zu konventionellen Gebäuden. Darüber hinaus garantiert die Anwendung dieser Norm ein hohes Maß an Bauqualität und Wohlbefinden für die Nutzer.

Um eine Passivhaus-Zertifizierung zu erhalten, ist es unter anderem notwendig, bestimmte definierte Energiewerte einzuhalten. Als allgemeine Regel gilt, dass die
Kühl- und Heizbedarf muss weniger als 15 kWh/(m2a) betragen.