Laut einer Untersuchung der Beobachtungsstelle für Tierschutz (OBA) sind mehr als 70 % des Hühnerfleischs von Lidl in Deutschland, Spanien, Italien, Polen und dem Vereinigten Königreich mit antibiotikaresistenten Bakterien kontaminiert. Lidl bestreitet diese Vorwürfe und behauptet, es handele sich um eine Hetzkampagne der OBA.
Die Untersuchung ergab, dass 17 von 24 Hähnchenprodukten in Spanien kontaminiert waren. In 38 % der Fälle wurden Listerien und in 83 % Durchfallerreger wie E. coli und Campylobacter gefunden.
Lidl weist diese Behauptungen zurück und behauptet, es handele sich um eine Verleumdungskampagne der OBA, ohne dass die Behauptungen ordnungsgemäß belegt sind. Lidl betont, dass Lebensmittelsicherheit und Qualität für das Unternehmen oberste Priorität haben. Es gibt an, dass es strenge Kontrollen und Qualitätsstandards durchführt, um die Sicherheit seiner Produkte zu gewährleisten.
Lidl kündigte außerdem an, wegen der angeblich diffamierenden Behauptungen rechtliche Schritte gegen die OBA einzuleiten. Das Unternehmen will seinen Ruf schützen und deutlich machen, dass es verantwortungsvoll mit der Lebensmittelsicherheit umgeht.
Die OBA hat die Ergebnisse der Untersuchung an die spanischen Ministerien für Verbraucherangelegenheiten und für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung weitergeleitet. Damit soll das mikrobiologische Vorhandensein von Krankheitserregern, die gegen Antibiotika resistent sind, und anderen Krankheitserregern mit möglichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit untersucht werden.
Das Vorhandensein solcher Bakterien in Hühnerfleisch kann ernsthafte Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben. Resistente Bakterien können schwer zu behandelnde Infektionen verursachen, die zu Komplikationen und sogar zum Tod führen können, insbesondere bei gefährdeten Gruppen wie älteren Menschen und Kindern.
Außerdem könnte sich die Kontamination negativ auf das Image und den Ruf von Lidl auswirken. Die Verbraucher könnten das Vertrauen in die Marke verlieren, was zu Umsatzeinbußen und einer langfristigen Schädigung der Position des Unternehmens führen könnte.
Quelle: Agenturen




