Illegales Pflanzennetzwerk plünderte Wälder in Tarragona

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In der Provinz Tarragona ist ein umfangreicher illegaler Handel mit Pflanzen ans Licht gekommen, bei dem Naturschutzgebiete systematisch geplündert wurden. Die kriminelle Organisation verdiente Millionen mit dem Verkauf von Wildpflanzen, wobei die Niederlande eine wichtige Rolle als Absatzmarkt spielten.

Im Mittelpunkt des Falls steht vor allem der Mastixbaum, eine typische mediterrane Pflanze, die häufig in geschützten Wäldern vorkommt und auf Spanisch den Namen lentisco trägt. Diese Pflanzen wurden ohne Genehmigung und oft in großem Umfang aus der Natur entnommen. Dadurch entstand erheblicher Schaden an empfindlichen Ökosystemen, da diese Art eine wichtige Rolle für den Erhalt der Biodiversität und der Bodenqualität spielt.

Die gestohlenen Pflanzen wurden anschließend über ein gut organisiertes Netzwerk unter anderem in die Niederlande exportiert. Dort wurden sie an Gartencenter und Unternehmen verkauft, die sich mit Landschaftsgestaltung befassen. Mediterrane Pflanzen sind in Nord-Europa wegen ihres Aussehens und ihres relativ geringen Pflegeaufwands beliebt, was den illegalen Handel besonders lukrativ machte.

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Zudem besteht im pharmazeutischen Sektor aufgrund ihrer antimikrobiellen, heilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften ein wachsender Bedarf an diesen Pflanzen, was zu einer Zunahme der illegalen Gewinnung geführt hat.

Aus den Ermittlungen der Guardia Civil geht hervor, dass die Organisation professionell vorging. Es gab Teams, die für das Ausgraben der Pflanzen zuständig waren, Transportunternehmen, die die Logistik organisierten, und Zwischenhändler, die den Verkauf im Ausland organisierten. In einigen Fällen wurden Dokumente gefälscht, um die Herkunft der Pflanzen zu verschleiern und so Kontrollen zu umgehen.

Die Gesamteinnahmen aus diesen illegalen Aktivitäten belaufen sich laut Justiz auf mehrere Millionen Euro. Mehrere Beteiligte wurden inzwischen identifiziert und strafrechtlich verfolgt. Einige Verdächtige wurden bereits verurteilt, während andere Verfahren noch laufen. Die Behörden schließen nicht aus, dass noch weitere Personen an dem Netzwerk beteiligt waren.

Dieser Fall hat zu großer Besorgnis über den Schutz von Naturschutzgebieten in Spanien geführt. Die Regierung prüft nun strengere Maßnahmen und intensivere Kontrollen, um solche Praktiken zu verhindern. Auch wird eine internationale Zusammenarbeit, unter anderem mit den Niederlanden, in Betracht gezogen, um den illegalen Handel mit Pflanzen besser zu bekämpfen.

Quelle: Agenturen