Im Schnitt bleiben täglich 1,6 Millionen Arbeitnehmer zuhause

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Die Fehlzeiten am Arbeitsplatz in Spanien haben in den letzten Jahren enorm zugenommen und geben Unternehmen und Behörden Anlass zu großer Sorge. Einem aktuellen Bericht zufolge ist die Zahl der Arbeitnehmer, die nicht zur Arbeit erscheinen, seit 2019 um 53 Prozent gestiegen. Dadurch kosten Fehlzeiten die spanische Wirtschaft mittlerweile fast 130 Milliarden Euro pro Jahr.

Dieser Betrag entspricht etwa 9 Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts. Dem Bericht zufolge bleiben täglich durchschnittlich 1,6 Millionen Arbeitnehmer zu Hause. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Produktivität und verursacht hohe Kosten für die Arbeitgeber, die oft Ersatzpersonal organisieren müssen oder Produktionsausfälle hinnehmen.

Bemerkenswert ist, dass der Anstieg der Fehlzeiten nicht nur mit Krankheit oder Arbeitsunfällen zusammenhängt. Ein Teil des Problems liegt den Forschern zufolge auch in der Art und Weise, wie die Arbeit organisiert ist. Dazu gehören schlechte Planung, geringe Motivation und unzureichende Kontrolle bei längerer Abwesenheit.

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Der wirtschaftliche Schaden ist enorm. Die Kosten der Fehlzeiten sind vergleichbar mit dem gesamten spanischen Bildungsbudget. Der Betrag liegt sogar über den jährlichen Investitionen der Regierung in öffentliche Projekte und macht fast siebzig Prozent aller Ausgaben für Renten aus.

Zahlen von Randstad Research zeigen, dass im dritten Quartal 2025 etwa 7 Prozent aller geplanten Arbeitszeit durch Fehlzeiten verloren gingen. Das bedeutet, dass fast jede vierzehnte Arbeitsstunde nicht gearbeitet wird, während die Unternehmen weiterhin Löhne und Sozialabgaben zahlen.

Dem Bericht zufolge ist dringender Handlungsbedarf gegeben. Ohne neue Maßnahmen wird das Problem weiter wachsen. Unter anderem werden eine bessere Prävention, schnellere medizinische Untersuchungen und klare Vereinbarungen zwischen Unternehmen und Gesundheitsdiensten genannt, um unnötige Fehlzeiten zu reduzieren.

Quelle: Agenturen