Impfung auf Mallorca in der Schlussphase

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Von den 1.034.867 Personen ab 12 Jahren auf den Balearen (laut IB-Salut-Zählung) warten 193.665 noch darauf, zumindest eine erste Dosis des COVID-19-Impfstoffs zu erhalten, d.h. 18,7 % der Zielbevölkerung. Auf der anderen Seite gibt es 27.765 Bürger, die bereits mit der Impfung begonnen haben und diese noch abschließen müssen, so dass die Zahl der Personen, die noch nicht vollständig geimpft wurden, bei 221.430 liegt.

Seit Beginn der größten Impfkampagne, die es je auf den Balearen gegeben hat, am 27. Dezember 2020, wurden 1.563.437 Dosen der verschiedenen von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassenen Arzneimittel verabreicht. Bis Freitag (17.09.2021) hatten 841.202 Personen eine erste Dosis erhalten (81,29 % der Zielbevölkerung) und 813.437 Personen hatten die gesamte Impfung erhalten (78,6 %).

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Impfung auf Mallorca in der Schlussphase

Nun, da diese Zahlen erreicht sind, hat sich das Blatt nach neun Monaten Wahlkampf gewendet. Während anfangs der Mangel an Impfdosen die Nachrichten beherrschte, verfügt jetzt das ganze Land über einen Vorrat an Impfstoffen. Auf den Balearen lagen am vergangenen Sonntag 320.772 Dosen im Kühlschrank, die auf die Nachzügler warten, wobei erschwerend hinzukommt, dass diese Wartezeit ein Verfallsdatum hat.

Ein Beispiel dafür ist das von Pfizer/BioNTech entwickelte Präparat, von dem die meisten Dosen gelagert sind (256.630). Diese Fläschchen müssen innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden, sofern sie in einem ultrakalten Gefrierschrank bei Temperaturen zwischen minus 80º und minus 60º C gelagert werden. Wenn die Temperatur des Behälters höher ist, wird das Verfallsdatum vorverlegt.

In dieser Phase der Kampagne hat sich auch der Zustrom der Empfänger an den Massenimpfstellen verändert. Zu Beginn des Sommers bildeten sich jedes Mal lange Schlangen, wenn Salut die Öffnung der Impfung für eine neue Altersgruppe ankündigte, doch der Enthusiasmus hielt kaum zwei Wochen an, bis man beschloss, die Terminpflicht schrittweise aufzuheben, um einen neuen Impuls zu geben.

Obwohl alle Einrichtungen zur Verfügung stehen, sind fast 200.000 Menschen noch nicht geimpft worden, so dass die Balearen auf der nationalen Impfliste ganz unten stehen.

Davon haben 24.430 nach wiederholten Aufforderungen durch das IB-Salut ausdrücklich abgelehnt, eine Dosis zu erhalten. Eine weitere Begründung der Verwaltung für die niedrigen Zahlen ist der hohe Anteil an Zeitarbeitskräften auf den Inseln oder die Tatsache, dass die Zählungen der Gemeinden möglicherweise zu hoch sind.

Eugenia Carandell, die Leiterin der Kampagne auf den Balearen, erklärte damals, dass 60 % der Personen, die von den Gesundheitszentren rekrutiert wurden, nicht kontaktiert werden konnten.

Parallel zu den “Impfdörfern” versuchen die Ambulanzen, die Inhaber der zugewiesenen Gesundheitskarten, vom ältesten bis zum jüngsten, zu kontaktieren, um ihnen die COVID-Impfung anzubieten. Nach Angaben des Zentrums sind sie derzeit in den 40er und 50er Jahren.   

Da sich die groß angelegte Kampagne in der Endphase befindet, hat Salut angekündigt, die Impfzentren zu schliessen und im Oktober an den gewohnten Ort zurückzukehren: in die Gesundheitszentren. Vorläufig sind die Stellen in Menorca, Eivissa und Son Espases bereits geschlossen, wo in der Ambulanz von 8 bis 14 Uhr ein neuer Raum eingerichtet wurde. Nächste Woche werden das Sportzentrum Mateu Cañellas in Inca und die Pferderennbahn in Manacor geschlossen, und nur Germans Escalas wird bis zum 29. September geöffnet bleiben.

Die Kampagne wird ohne Voranmeldung in Son Dureta jeden Tag von 8 bis 20 Uhr und in den Gesundheitszentren fortgesetzt, die mittwochs nach Voranmeldung impfen werden.

Andererseits bereitet Salut eine Reihe von Aktionen vor, um die Impfung in der Bevölkerung zu fördern, wie z.B. Besuche bei der UIB mit einer mobilen Einheit oder Verhandlungen mit den Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit von Privatunternehmen.

IB-Salut beabsichtigt, wie bisher den Vorgaben des Ministeriums zu folgen. So wird ab dem 4. Oktober, wie von der Kommission für öffentliche Gesundheit vereinbart, die dritte Dosis auf den Inseln an Heimbewohner, Krebspatienten, Hämodialyse- oder Onkohämatologie-Patienten und Menschen mit Down-Syndrom über 40 Jahren verabreicht.

Obwohl in einem Bericht internationaler Experten ausgeschlossen wurde, dass diese dritte Dosis die Immunität der Empfänger verbessert, kamen Untersuchungen in Israel, wo sie bereits verabreicht wird, zu dem Schluss, dass die Erinnerung sehr wirksam ist.