Man fährt ahnungslos auf einer stark befahrenen Straße in Spanien und merkt eigentlich gar nicht, dass man beobachtet wird. Keine auffällige Radarkamera wie früher, sondern etwas Subtileres. Klein, fast unsichtbar und doch auffallend effektiv. Es fühlt sich ein wenig unangenehm an, wenn man weiß, was sich dahinter verbirgt.
Entlang immer mehr Straßen tauchen intelligente Kameras auf, die weit mehr können als nur die Geschwindigkeit zu messen. Sie schauen sozusagen mit ins Auto hinein. Kurz das Handy in die Hand nehmen, den Sicherheitsgurt nicht angelegt haben oder durch etwas auf dem Beifahrersitz abgelenkt sein – all das wird aufgezeichnet. Und das geschieht blitzschnell.
Was diese Systeme auszeichnet, ist ihre Intelligenz. Sie erkennen Verhaltensweisen, nicht nur Verstöße. Das bedeutet, dass sie genau sehen können, was man hinter dem Steuer tut. Laut El País Motor, das darüber berichtet, werden diese Kameras bereits an mehreren Orten eingesetzt, und ihre Nutzung nimmt stetig zu.
Wer sich die Zahlen ansieht, erkennt, warum diese Entwicklung so schnell voranschreitet. Ablenkung im Straßenverkehr spielt bei Unfällen eine immer größere Rolle. Schon eine Sekunde Unaufmerksamkeit kann ausreichen. Daher ist es in gewisser Weise logisch, dass nach Lösungen gesucht wird, die über die klassischen Kontrollen hinausgehen.
Dennoch ist das Ganze auch ein wenig beunruhigend. Denn wie angenehm ist die Vorstellung, ständig beobachtet zu werden? Manche Fahrer empfinden es als eine Art stille Kontrolle, die immer präsent ist. Als ob jemand mitfährt, ohne dass man ihn sieht.
Es sieht nicht so aus, als würde diese Entwicklung bald verschwinden. Im Gegenteil, alles deutet darauf hin, dass dies erst der Anfang ist. Die Kameras werden intelligenter, kleiner und schwerer zu erkennen. Wenn du also das nächste Mal auf die Straße fährst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass mehr Augen auf dich gerichtet sind, als du denkst.
Quelle: Agenturen





