In mehreren spanischen Städten sind die Einwohner derzeit mit einer plötzlichen Zunahme großer Motten konfrontiert, die vor allem nachts aktiv sind und sich in Häusern einnisten. Diese Insekten mit einer Flügelspannweite von drei bis fünf Zentimetern sind zwar auffällig, stellen aber keine Gefahr für die Gesundheit dar.
Laut dem Vorsitzenden des Nationalen Verbandes der Biozid-Dienstleister handelt es sich nicht um eine Plage. Die aktuelle Situation wird auf eine Kombination aus hohen Temperaturen und den jüngsten Regenfällen zurückgeführt, die zu einem gleichzeitigen Schlüpfen dieser Insekten geführt haben. Diese Umstände sorgen dafür, dass die Motten massenhaft auftreten, anstatt wie üblich nach und nach.
Die Motten (spanisch: polillas) dringen in Wohnungen ein und belästigen die Bewohner. In Valencia berichten Einwohner, dass das Aufhängen von Wäsche problematisch ist, da sich die Insekten an der Kleidung festsetzen. Obwohl sie nicht stechen oder Krankheiten übertragen, werden sie als lästig empfunden. Auch in Madrid wird von mehr Motten als üblich berichtet.
Um zu verhindern, dass Motten in Häuser eindringen, wird empfohlen, Türen und Fenster gut zu verschließen und Fliegengitter anzubringen. Von der Verwendung von Insektiziden wird abgeraten; stattdessen können elektrische Insektenfänger verwendet werden, mit denen die gefangenen Insekten wieder freigelassen werden können.
Viele dieser Motten wandern als Reaktion auf steigende Temperaturen aus Afrika nach Norden. Sie ernähren sich von Nektar und dem süßen Saft bestimmter Pflanzen. Obwohl sie keinen direkten Schaden anrichten, können sie bei Menschen mit Allergien Reizungen verursachen.
Experten betonen, dass dieser Anstieg der Mottenpopulation ein vorübergehendes Phänomen ist, das mit bestimmten Wetterbedingungen zusammenhängt. Mit der Zeit und den Veränderungen des Wetters wird ihre Zahl voraussichtlich wieder zurückgehen.
Quelle: Agenturen




