Investment in Castillo de Bellver auf Mallorca

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Palma de Mallorca plant ein 3,18-Millionen-Euro-Projekt rund um das Castillo de Bellver, wobei zwei Millionen aus der Tourismussteuer stammen.

Das Castillo de Bellver, hoch über der Stadt gelegen, soll durch ein umfassendes Projekt zukunftsfähig gemacht werden. Geplant sind die Erneuerung von Wegen, Zufahrten, Parkplätzen und des Brandschutzes in zwei Phasen, gefolgt von einer ökologischen Aufwertung des Waldes. Die Kosten werden auf etwa 3,18 Millionen Euro geschätzt, wovon rund 2 Millionen aus der Tourismussteuer stammen.

Die Arbeiten könnten bis zu 30 Monate in Anspruch nehmen. Während das Projekt auf dem Papier eine sinnvolle Kombination aus Infrastruktur und Naturschutz verspricht, entstehen in der Praxis schnell Fragen. Wer übernimmt die Kosten für Parkplätze, die möglicherweise kaum genutzt werden? Wie wird der Brandschutz umgesetzt, ohne den Pinienwald durch breite Schotterstreifen zu beeinträchtigen? Und was genau bedeutet „ökologische Aufwertung“ in einem städtischen Wald, der bereits unter hohem Besucherandrang, Wurzeldruck und trockenen Sommern leidet?

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Eine kritische Analyse zeigt, dass die Prioritäten klarer definiert werden müssen. Die erste Projektphase konzentriert sich auf Zufahrten, Parkplätze und Wege, was zwar den Besuchern und Lieferanten zugutekommt, aber auch die Gefahr birgt, dass kurzfristiger Komfort langfristige Schäden verursacht. Neue Bodenbeläge, mehr Parkplätze und breitere Zufahrtsstraßen könnten zu mehr Autoverkehr führen und den Erhalt des Waldbestands erschweren.

Die Tatsache, dass zwei Drittel der Finanzierung aus der Tourismussteuer stammen, verdeutlicht, dass es nicht nur um Naturschutz geht, sondern auch um die Pflege des Images und die Bedürfnisse der Besucher. Dies ist zwar legitim, jedoch sollte die Reihenfolge der Maßnahmen überdacht werden, um sicherzustellen, dass der Naturschutz nicht zu kurz kommt.

Quelle: Agenturen