Isabel Perelló an der Spitze der spanischen Justiz

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In einem wichtigen Schritt für die spanische Justiz wurde Isabel Perelló als erste Frau an die Spitze des Consejo General del Poder Judicial (CGPJ) und des Tribunal Supremo (TS) gewählt. Dies ist nicht nur ein großartiger Meilenstein für die Gleichstellung der Geschlechter in der Welt der Justiz, sondern auch für die Sichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen.

Isabel Perelló steht für eine Veränderung in der Struktur der Rechtswelt. Ihre Ernennung zur ersten weiblichen Präsidentin der CGPJ und der TS ist mehr als nur ein symbolischer Sieg; sie spiegelt die sich verändernden gesellschaftlichen Normen und die wachsende Anerkennung der Rolle der Frau in traditionellen Männerdomänen wider.

Isabel Perelló wurde von der CGPJ-Vollversammlung mit 16 Ja-Stimmen gewählt. Es dauerte fünf Sitzungen, bis sich die rund 20 progressiven und konservativen Mitglieder auf die Ernennung der neuen Leiterin des Justizwesens einigen konnten.

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María Isabel Perelló Doménech ist seit 1985 in der Justiz tätig und hatte verschiedene Positionen inne, unter anderem am Gericht erster Instanz und am Untersuchungsgericht in Mahón (Menorca) und am Provinzgericht von Barcelona. Ab 1991 spezialisierte sie sich als Richterin für Verwaltungsrecht und arbeitete in der Abteilung für Verwaltungsrecht des Obersten Gerichtshofs von Andalusien in Sevilla (1991-1992) sowie am Nationalen Gerichtshof (1993-1994 und 2001-2009). Von 1994 bis 2001 war sie außerdem Juristin am Verfassungsgerichtshof.

Der Oberste Gerichtshof spielt als höchstes Rechtsprechungsorgan Spaniens eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung des Rechts und dem Schutz der Rechte der Bürger. Mit der Ernennung von Isabel Perelló in diese Institution erwarten viele Veränderungen, die den Zugang zu Recht und Gerechtigkeit verbessern werden.

Quelle: Agenturen