Israelische Siedler – moderner Ku-Klux-Klan?

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Israelische Siedler haben in der vergangenen Nacht mehrere Häuser von palästinensischen Bürgern in Brand gesteckt und die Beduinengemeinde Jallat al Sidra nordöstlich des besetzten Jerusalems angegriffen, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Donnerstag (29.01.2026).

Nach Angaben der Regierung von Jerusalem blockierten die Siedler zuvor die einzige Straße, die in das Gebiet führt, um anschließend die Beduinengemeinde anzugreifen.

Anschließend drangen israelische Streitkräfte mit mehreren Militärfahrzeugen in die Gemeinde ein, so Wafa.

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„Als sie am Ort eintrafen, stellten die Truppen Anzeichen für Brandstiftung fest; jedoch waren alle Verdächtigen geflohen und es wurden keine weiteren Beweise gefunden“, erklärte die israelische Armee in einer späteren Erklärung und kündigte an, im Laufe des Tages „weitere Ermittlungen“ in dieser Angelegenheit durchzuführen.

Die israelischen Streitkräfte verurteilten in der Erklärung „jede Art von Gewalt, die die Sicherheit und Stabilität in der Region untergräbt“ und sagten, sie würden handeln, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten, obwohl die Soldaten trotz der vorhandenen Aufzeichnungen nach dem Angriff niemanden festgenommen haben.

Der Angriff erfolgte, nachdem in der Nacht zum Mittwoch mehrere israelische Siedler ebenfalls einen Angriff verübt hatten, bei dem Häuser in Brand gesteckt und zahlreiche Palästinenser in den drei Dörfern von Masafer Yatta in den Hügeln südlich von Hebron verletzt wurden, dem Schauplatz des Dokumentarfilms „No Other Land”, der 2025 den Oscar gewann.

Obwohl die Gewalt der Siedler im Westjordanland seit Jahren anhält und nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 eskalierte, werden Angriffe auf Palästinenser, die Zerstörung ihrer Olivenbäume, der Diebstahl ihres Viehs oder Brandstiftung an ihrem Eigentum immer häufiger und intensiver. Die in diesem palästinensischen Gebiet stationierten israelischen Truppen greifen jedoch nicht ein oder tun dies in der Regel, um die aggressiven Siedler zu schützen, indem sie Palästinenser festnehmen oder auf sie schießen.

Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation Yesh Din wurden etwa 94 % der von der israelischen Polizei zwischen 2005 und 2024 eingeleiteten Ermittlungen wegen Gewalt durch Siedler ohne Anklage eingestellt.

Quelle: Agenturen