Ryanair hat am Flughafen Mallorca Self-Service-Kioske in Betrieb genommen, die den Check-in-Prozess verändern sollen. Reisende koppeln ihr Smartphone mit der Ryanair-App an den Kiosk, wiegen ihr Gepäck, drucken Gepäckanhänger und befördern ihre Koffer selbst zum Gepäckband.
Während dies für technikaffine Reisende eine willkommene Neuerung sein mag, stellt es für andere eine Herausforderung dar. Es stellt sich die Frage: Wer bleibt bei dieser Umstellung auf der Strecke?
Die neuen Kioske werfen die Frage auf, ob sie den Abfertigungsprozess beschleunigen oder lediglich die Arbeit und Verantwortung auf die Passagiere verlagern, insbesondere auf diejenigen, die Schwierigkeiten mit Apps und QR-Codes haben.
Der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Nach der Ankunft am Kiosk scannen Reisende ihren QR-Code über die Ryanair-App, woraufhin sich das Gerät mit dem Kiosk verbindet. Das Gepäck wird gewogen, und das Kofferlabel wird automatisch gedruckt. Anschließend müssen die Reisenden ihr Gepäck selbst zu einer separaten Gepäckabgabestelle bringen und auf das Förderband legen. Zusätzliche Gebühren für Übergepäck oder Zusatzleistungen werden direkt in der App angezeigt und können dort bezahlt werden.
Obwohl dies effizient erscheinen mag, entstehen in der Praxis mehrere Probleme. Nicht alle Passagiere sind mit der App vertraut, verfügen über ausreichend Akkuladung oder haben Zugang zu mobilem Datenvolumen. Familien, Reisegruppen und ältere Passagiere benötigen möglicherweise Unterstützung beim Wiegen, Etikettieren und Verladen ihres Gepäcks – Unterstützung, die traditionell an den Schaltern verfügbar war. Darüber hinaus verlagert sich der Engpass.
Anstatt an einem einzigen Serviceschalter zu warten, bilden sich neue Warteschlangen am Gepäckband, da Passagiere unsicher sind, wie sie ihr Gepäck korrekt auf das Band legen oder wenn die Etiketten falsch angebracht sind. Berichte über Handgepäckkontrollen zeigen, dass neue Regeln und Verfahren schnell zu Verwirrung führen können.
Quelle: Agenturen





