Die landwirtschaftliche Genossenschaft Esplet SAT auf Mallorca wird voraussichtlich am 26. März ihre Tätigkeit einstellen. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen eines Verkaufs- und Liquidationsprozesses, der im April des Vorjahres von der Mehrheit der Gesellschafter beschlossen wurde. Die neunzehn Mitarbeiter am Hauptsitz in Sa Pobla werden ihre Arbeit beenden, während die Geschäftsführung den Verkauf von Grundstücken, Hallen und Anlagen vorantreibt.
Laut Joan Company, dem Geschäftsführer von Esplet SAT, werden die Mitarbeiter nach individueller Vereinbarung und Abschluss der Liquidation am 26. März ausscheiden. Er versichert, dass niemand im Stich gelassen wird. Die etwa zehn aktiven Kartoffelproduzenten, die der Genossenschaft angehören, werden in der kommenden Saison für andere Exportunternehmen tätig sein, wie im Anschluss an den Liquidationsbeschluss vereinbart wurde.
Auf der Versammlung am 2. April 2025 stimmten 38 von 41 Stimmberechtigten für das Verfahren. Company betont, dass Esplet auch nach dem 26. März aktiv bleibt, da der Verkaufsprozess noch läuft. Es gäbe Interessenten, was die Nachfrage bestätige.
Der Verkaufsprozess ist im Gange, und es liegen Kaufinteressen für die Hallen vor. Die Verkaufsentscheidung wurde Ende März des Vorjahres getroffen. Company begründete dies mit der Tatsache, dass von 49 Gesellschaftern nur neun aktiv am Geschäft beteiligt seien. Viele der Gesellschafter seien seit der Gründung vor 32 Jahren dabei und mittlerweile im Ruhestand. Der Verkauf soll es ermöglichen, Schulden zu begleichen, vertragliche Angelegenheiten zu regeln und Gewinne an alle Mitglieder auszuzahlen, unabhängig von ihrer aktiven Beteiligung.
Die Regierung hatte Anteile an Esplet, verkaufte diese jedoch in der letzten Legislaturperiode, wodurch die Gesellschaft von institutionellen Bindungen befreit und der Liquidationsprozess vereinfacht wurde.
Esplet vermarktete Kartoffeln auf Mallorca unter der Marke Patata Bona und exportierte sie unter anderem nach England, Deutschland, Polen und in die nordischen Länder. Das Unternehmen kooperierte mit dem Centro Superior de Investigaciones Científicas (CSIC), der UIB, der Regierung und internationalen Universitäten in verschiedenen agrarwissenschaftlichen Forschungsprojekten und etablierte sich als führendes Unternehmen für Innovation und Entwicklung im Primärsektor.
Quelle: Agenturen



