Laut einem Bericht der Fundación Affinity ist der Januar der Monat, in dem die höchste Anzahl von Haustieren in Spanien ausgesetzt wird. Dieses traurige Muster folgt oft auf die Feiertage, wenn viele Familien unüberlegt einen Hund oder eine Katze als Weihnachtsgeschenk anschaffen. Im Jahr 2024 wurden mehr als 292.000 Tiere ausgesetzt, wobei der Januar der Monat mit den meisten Fällen war.
Laut dem Bericht werden am Abend vor Weihnachten 21 % der verfügbaren Hunde in Tierheimen adoptiert. Unmittelbar danach, im Januar, gibt es mit 9 % einen Spitzenwert bei der Zahl der ausgesetzten Hunde im Jahr.
Viele Tiere, die während der Feiertage adoptiert werden, verlieren schnell ihren Reiz. Nach dem Dreikönigstag merken die Besitzer, dass Haustiere viel Verantwortung mit sich bringen, wie tägliche Spaziergänge, Pflege und Erziehung. Dies führt zu einer hohen Zahl ausgesetzter Tiere, oft kurz nach den Feiertagen, wenn das normale Leben wieder beginnt.
Ein Tierschutzanwalt betont, dass ein Haustier kein Spielzeug ist, sondern ein Lebewesen mit Gefühlen. Dennoch werden viele Tiere, sobald ihre Besitzer ihre Begeisterung verlieren, ohne Gnade ihrem Schicksal überlassen. Der häufigste Grund für das Aussetzen von Tieren sind jedoch unerwünschte Würfe, oft ohne dass man sich bewusst ist, dass dies strafbare Handlungen sind.
Das Aussetzen von Haustieren kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, darunter Geldstrafen zwischen 10.000 und 50.000 Euro oder Arbeitsstrafen. Der Anwalt betont, dass es in Fällen höherer Gewalt, wie z.B. Krankheit, wichtig ist, das Tier legal an ein Tierheim zu übergeben, damit es eine zweite Chance bekommt.
Die Fundación Affinity ruft zu Bewusstsein und Verantwortung auf. Sie plädiert dafür, dass sich Menschen besser informieren, bevor sie ein Haustier anschaffen. Ein Tier zu adoptieren bedeutet eine langfristige Verpflichtung und ist kein impulsiver Kauf für vorübergehenden Spaß.
Quelle: Agenturen



