Jetzt auch auf Mallorca – „Rettungsgasse“ wird Pflicht

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Die Einführung der Rettungsgasse durch die DGT wirft auf Mallorca Fragen auf. Wie funktioniert das auf den oft engen Straßen der Insel? Was fehlt in der öffentlichen Diskussion, und wie vermeidet man Probleme mit der Guardia Civil?

Die zentrale Frage ist, ob die neuen Regeln der Dirección General de Tráfico (DGT) tatsächlich eine schnellere Hilfe in Notfällen ermöglichen und ob sie auf Mallorcas Straßen praktikabel sind.

Seit der Klarstellung der DGT, dass Autofahrer gesetzlich verpflichtet sind, Rettungsfahrzeugen Platz zu machen, wird viel über das richtige Verhalten diskutiert. Im Wesentlichen sollen Rechtsfahrende so weit wie möglich nach rechts und Linksfahrende nach links ausweichen, um einen Korridor in der Mitte zu schaffen.

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Die Idee ist einfach, aber die Umsetzung auf einer Insel mit engen Ortsdurchfahrten, vollen Parkplätzen und unachtsamen Touristen komplizierter. Auf Autobahnen wie der Vía de Cintura mag das Manöver gelingen. Auch auf der MA-13 oder MA-19 mit mehreren Spuren und breiten Seitenstreifen ist Platz vorhanden. Schwieriger wird es in engen Ortskernen wie Alaró, Artà oder Teilen Palmas, wo schmale Fahrbahnen, parkende Autos und Zweiräder die Situation erschweren. Hier entsteht nicht einfach ein Mittelstreifen.

Unklar ist auch, wer Vorrang beim Ausweichen hat, wenn ein Bus und ein Kleintransporter nebeneinander fahren. Die Regel fordert Ausweichen, aber die Praxis erfordert mehr Präzision.

In der öffentlichen Diskussion fehlen konkrete Fallbeispiele und einfache Regeln für den täglichen Gebrauch. Behörden haben das Prinzip erklärt, aber es mangelt an Visualisierungen für schwierige Situationen wie Kreisverkehre, Baustellen, Fahrbahnverengungen, Lieferzonen und den Umgang mit Motorrädern. Auch die Frage der Kontrolle durch die Polizei bleibt offen: Wird es Verwarnungen, Bußgelder oder Punkte geben?

Quelle: Agenturen