Jobs, die Spanier nicht wollen?

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Auf dem spanischen Arbeitsmarkt ist ein bemerkenswerter Wandel in der Rolle der ausländischen Arbeitnehmer zu beobachten. Früher wurden sie oft als Arbeitskräfte angesehen, die Arbeitsplätze besetzten, die Spanier nicht wollten, aber diese Wahrnehmung hat sich grundlegend geändert. Heutzutage finden Ausländer Arbeit in Berufen, für die es kaum oder gar keine spanischen Arbeitskräfte gibt.

Heutzutage wird die Einwanderung in Spanien heftig diskutiert. Das liegt nicht nur an der jüngsten Zunahme der Zuwanderer, sondern auch am Meinungswandel in der Bevölkerung. Immer mehr Spanier sehen die Einwanderung als Problem an, während ausländische Arbeitskräfte für die spanische Wirtschaft immer wichtiger werden.

Es ist sehr wichtig, über diese Themen gut informiert zu sein, denn die Meinungen der Menschen beruhen oft auf Missverständnissen und Fake News. Tatsache ist, dass ausländische Arbeitnehmer nicht nur die Wirtschaft ankurbeln, sondern auch unverzichtbar sind, wenn es darum geht, Arbeitsplätze in Sektoren zu besetzen, in denen es an Personal mangelt.

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Wenn wir von Ausländern sprechen, meinen wir nicht nur die afrikanischen Migranten, die auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Spanien und Europa kommen. Wir sprechen auch von Menschen verschiedenster Nationalitäten, wie Niederländer, Belgier, Briten, Deutsche, Franzosen, Argentinier, Kolumbianer, Chinesen usw.

Der Zuzug von Ausländern hat den spanischen Arbeitsmarkt belebt, zumal das Land mit einer alternden Bevölkerung konfrontiert ist und es immer schwieriger wird, junge Arbeitskräfte zu finden. Ab 2021 wird die Zuwanderung bis zu 90 % des Wachstums der Erwerbsbevölkerung ausmachen.

Ausländische Arbeitnehmer sind bereits in 150 von 170 Berufsgruppen tätig. Die Hälfte der 4,2 Millionen Ausländer arbeitet jedoch in nur 15 spezifischen Berufen. Ausländer werden häufig als Haushaltshilfen, Kellner im Gastgewerbe oder Reinigungskräfte eingestellt. Auch die Pflege von Kindern, älteren Menschen oder pflegebedürftigen Personen ist eine wichtige Quelle für die Beschäftigung von Ausländern.

Das Problem ist nicht, dass junge Menschen in Spanien keine Lust auf Arbeit haben (auch das ist ein Irrglaube). In vielen Bereichen haben die Unternehmen einfach Schwierigkeiten, geeignete Kandidaten für die verschiedenen offenen Stellen zu finden. Ausländer kommen nicht nur wie früher für die weniger beliebten Jobs, sondern auch für Stellen, für die spanische Unternehmen einfach kein Personal finden.

Eine alternde Bevölkerung wie die spanische, aber auch die übrige europäische, kann es sich nicht leisten, junge Menschen zu verlieren, egal ob sie aus dem Inland oder aus dem Ausland kommen. Ohne Zuwanderung ist es für Spanien schwierig, zu wachsen, vor allem in Bezug auf die Beschäftigung, was sich wiederum auf die künftigen Renten auswirkt.

Quelle: Agenturen