Junge Menschen mit staatlichen Grundstücken aufs Land locken

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Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat angekündigt, dass die Regierung fast 17.000 staatliche Grundstücke auf dem Land für junge Landwirte zur Verfügung stellen will. Mit diesem Plan will er es jungen Menschen erleichtern, in die Landwirtschaft einzusteigen und so den vom Bevölkerungsrückgang betroffenen ländlichen Raum wiederzubeleben.

Laut Sánchez ist die Situation in der spanischen Landwirtschaft besorgniserregend. Viele Landwirte sind älter als 65 Jahre, während es kaum junge Nachfolger gibt. Nur ein kleiner Teil der derzeitigen Landwirte ist jünger als 41 Jahre. Ohne Gegenmaßnahmen droht das Wissen verloren zu gehen und große Gebiete weiter unter Druck zu geraten.

Ein wichtiger Bestandteil des Plans ist die Einrichtung einer digitalen Plattform namens Tierra Joven. Über diese Plattform können junge Menschen sehen, welche landwirtschaftlichen Flächen verfügbar sind. Außerdem soll sie Angebot und Nachfrage zusammenbringen und einen besseren Einblick in die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Spanien geben.

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Nicht alle 17.000 Grundstücke sind direkt für die Landwirtschaft geeignet. Daher wird die Regierung zunächst prüfen, welche Parzellen tatsächlich genutzt werden können. Wenn ein Grundstück geeignet ist, erhalten junge Landwirte, Frauen und Menschen, die gerade erst eine berufliche Laufbahn in der Landwirtschaft beginnen möchten, Vorrang bei der Vergabe.

Die Regierung hofft, dass diese Maßnahme nicht nur den Zustrom junger Menschen erhöht, sondern auch für mehr Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität im ländlichen Raum sorgt. Sánchez vergleicht die Initiative mit früheren Plänen, bei denen staatliches Land für den sozialen Wohnungsbau genutzt wurde.

Darüber hinaus möchte Spanien, dass in der neuen europäischen Agrarpolitik mindestens 10 Prozent des Budgets für den Generationswechsel in der Landwirtschaft reserviert werden. Das ist deutlich mehr als der Prozentsatz, der derzeit in Brüssel auf dem Tisch liegt.

Gleichzeitig warnen Landwirtschaftsverbände, dass der Zugang zu Land allein nicht ausreicht. Junge Landwirte haben auch mit niedrigen Einkommen, vielen Vorschriften und Unsicherheiten hinsichtlich internationaler Handelsabkommen zu kämpfen. Ihrer Meinung nach ist ein umfassenderer Ansatz erforderlich, um den Sektor wirklich zukunftssicher zu machen.

Quelle: Agenturen