Kalter Start ins Jahr 2026

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Die ersten Tage des Jahres 2026 bringen typisches Winterwetter nach Spanien mit kälteren Temperaturen als üblich und lokalem Nebel. Der Sturm Francis bringt Regen und unbeständiges Wetter auf die Kanarischen Inseln und den Westen Spaniens. Trotz verschiedener Vorhersagen deuten zuverlässige Quellen bisher nicht auf einen neuen Filomena oder großflächige Schneefälle wie im Januar 2021 hin.

Die offiziellen Prognosen sprechen von kalten Nächten, Niederschlägen vor allem im äußersten Westen und auf den Inseln sowie einer noch großen Unsicherheit über mögliche Schneefälle im Landesinneren.
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Laut dem spanischen Wetterdienst AEMET ist der Übergang ins Jahr 2026 durch unterdurchschnittliche Temperaturen in fast ganz Spanien gekennzeichnet, mit Ausnahme der Kanarischen Inseln. Der Jahreswechsel selbst verläuft auf dem Festland überwiegend ruhig, mit kaltem, stabilem Wetter und Nebel in typischen Talgebieten. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit bleibt in diesem Zeitraum begrenzt.

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Die ersten Tage des Jahres 2026 werden unter anderem vom atlantischen Tiefdruckgebiet Sturm Francis bestimmt, das von AEMET als „borrasca de alto impacto” (Sturm mit großer Wirkung) bezeichnet wird. Dieses Störungszentrum erreicht am 1. Januar zunächst die Kanarischen Inseln, wo eine aktive Kaltfront für lokal intensive Regenfälle, starken Wind und verschlechterte Seebedingungen sorgt. Die regionalen Behörden haben bereits Warnungen herausgegeben und Notfallpläne aktiviert.

Laut AEMET und spezialisierten Wetterportalen breitet sich Francis ab dem 2. Januar auf den Westen der Iberischen Halbinsel und später auf andere Teile Spaniens aus. Dies geht mit Regen, starken Winden und unruhiger See einher. Erst in zweiter Linie besteht die Möglichkeit von Schneefall, vor allem in höheren und kälteren Binnengebieten, wenn kältere Luftmassen eindringen.

Obwohl einige Modelle von auffälligen Niederschlagsepisoden um den Dreikönigstag sprechen, möglicherweise auch in Form von Schnee in relativ geringen Höhen ab 400 Metern, bleiben die Lage und Intensität dieser Niederschläge noch ungewiss. Derzeit wird keine Situation wie bei Filomena 2021 vorhergesagt.

Die Kombination aus klaren Nächten, wenig Wind und hohem Luftdruck sorgt Anfang Januar in weiten Teilen des Landes für Nachtfrost. In Städten wie Soria können die Tiefsttemperaturen auf bis zu -5 ºC fallen, in Burgos, Lleida und Pamplona auf etwa -2 ºC und in Ávila, Salamanca und Valladolid auf zwischen -1 ºC und -2 ºC. Auch in Madrid wird Nachtfrost erwartet.

Obwohl das Winterwetter intensiv empfunden werden kann, erfüllt die Situation nicht die meteorologischen Kriterien für eine offizielle Kältewelle (ola de frío). Laut AEMET handelt es sich um ein klassisches Winterwetter mit vorübergehend kalten Nächten und einer allmählichen Erwärmung im Laufe der Woche.

Auch Jorge Rey, bekannt für seine Wettervorhersagen auf der Grundlage der traditionellen „cabañuelas”, erwartet Anfang Januar ausgeprägtes Winterwetter. In einem aktuellen Video betonte er, dass trotz des Abzugs des Regens und des Eintreffens eines stärkeren Hochdruckgebiets das Landesinnere sich auf kalte Nächte, anhaltenden Nebel und mögliche Glätte einstellen muss, da die Feuchtigkeit aus dem Nebel gefriert.

Laut Rey konzentriert sich die größte Kälte auf die Kantabrischen Berge und das Zentrale System (die Berggebiete um Madrid). Seine Vorhersagen stimmen mit denen der AEMET und anderer Wetterinstitute überein, auch wenn er nicht von einer garantierten Schneemenge spricht.

Obwohl einige meteorologische Modelle auf Schneefall hindeuten, insbesondere um den Dreikönigstag herum, bleibt die AEMET in ihren Formulierungen äußerst vorsichtig. Derzeit gibt es keine Anzeichen für eine großflächige Schneelage wie bei Filomena. Wenn Sie Anfang Januar durch Spanien reisen, sollten Sie die offiziellen Updates der AEMET und der regionalen Wetterdienste im Auge behalten.

Quelle: Agenturen