Kampagne der Regierung zur Verhinderung der sexuellen Ausbeutung von Jugendlichen

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Das Sozialministerium und IbDona haben am heutigen Donnerstag (23.09.2021), dem Internationalen Tag gegen sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel, eine Werbekampagne gestartet, die die sexuelle Ausbeutung von Jugendlichen verhindern soll.

Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums richtet sich die Kampagne unter dem Titel “Para el explotador sexual, el objetivo eres tú” an Mädchen im Teenageralter auf den Balearen, um sie über die Risiken aufzuklären, denen sie ausgesetzt sind, und sie gleichzeitig zu befähigen, sich zu wehren und Nein zu sagen.

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Kampagne der Regierung zur Verhinderung der sexuellen Ausbeutung von Jugendlichen

Die Kampagne richtet sich nicht nur an Mädchen im Teenageralter, sondern auch an Familien und die breite Öffentlichkeit, um das Bewusstsein für ein Problem zu schärfen, das in allen autonomen Gemeinschaften zu beobachten ist und von uns allen bekämpft werden muss.

Die Kampagne basiert auf der Erkenntnis, dass die Pubertät eine Lebensphase ist, in der viele junge Menschen besonders gefährdet sind. Nach Angaben der Conselleria soll damit dem weit verbreiteten Irrtum entgegengewirkt werden, dass der sexuelle Ausbeuter eindeutig ist und das Opfer daher seine Absichten klar erkennen und Grenzen setzen kann.

Die Annäherung der Ausbeuter beruht in den allermeisten Fällen auf falscher Verführung und dem Versprechen von Geschenken als Gegenleistung für z.B. eine Liebkosung oder eine Berührung, was zunächst wie eine harmlose Geste erscheinen mag, aber letztlich so ist, wie die kindlichen Opfer sexueller Ausbeutung beschreiben, wie sie zuerst angesprochen wurden. Diese Gesten können nach Angaben des Ministeriums der Auftakt zu schwerwiegenden Situationen der sexuellen Ausbeutung und Anwerbung sein.

Die Kampagne lenkt die Aufmerksamkeit der Jugendlichen und warnt sie vor dieser Art von Angeboten, um direkt die Strategie anzugreifen, mit der viele Täter an künftige Opfer herantreten.

Außerdem wird mit der falschen Vorstellung aufgeräumt, dass die Auswahl künftiger Opfer sexueller Ausbeutung nur in bestimmten gefährdeten Umgebungen stattfindet. Bei den Beispielen der Kampagne handelt es sich um Äußerungen und Vorschläge, die in völlig normalisierten Räumen und Umgebungen mit einer hohen Präsenz von Jugendlichen stattfinden.

Die Kampagne wird über die Medien und die sozialen Netzwerke verbreitet, insbesondere über die TikTok-Anwendung und über Plakate, die unter anderem in Schulen, Gesundheitszentren und Freizeiteinrichtungen zu sehen sind.

Die Conselleria hat daran erinnert, dass der Bericht der Expertenkommission die Notwendigkeit einer Kampagne im Rahmen des Aktionsplans zur Prävention von AISD deutlich gemacht hat.

Zusätzlich zu dieser Werbekampagne haben das regionale Sozialministerium und IbDona in Zusammenarbeit mit dem regionalen Ministerium für Bildung und Berufsausbildung eine Reihe von Workshops und Schulungen für Jugendliche und ihre Eltern für die nächsten drei Jahre organisiert. Dabei handelt es sich um Workshops und affektiv-sexuelles Training sowie die Prävention von sexueller Ausbeutung von Kindern.

Speziell für heranwachsende Mädchen sind für das Schuljahr 2021/22 900 Workshops geplant. Weitere 900 Workshops werden im Studienjahr 2022/23 und 500 Workshops im Studienjahr 2023/24 stattfinden.

Für die Familien der heranwachsenden Mädchen sind in den nächsten drei Schuljahren jährlich 150 Workshops geplant.

Andererseits gibt es spezielle Schulungen für Fachkräfte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soziales und Freizeit. Sie werden im Protokoll über Misshandlungen, im spezifischen Missbrauchsprotokoll, in der Ermittlung von Indikatoren und in den allgemeinen Leitlinien für den Umgang mit Situationen geschult.

Das Regionalministerium plant, in den nächsten drei Schuljahren jährlich 750 Fachkräfte auszubilden. Diese Fortbildungsreihe wurde 2016 mit dem Ziel eingeführt, kontinuierlich und nachhaltig an der Ausbildung von Fachkräften zu arbeiten, um die Erkennung und Prävention zu verbessern.