Eine neue Umfrage zeigt, dass zwei von drei Spaniern glauben, dass ihr Land in den kommenden Jahren in einen Krieg verwickelt werden könnte. Eine große Mehrheit sieht die internationalen Spannungen zunehmen und macht sich zunehmend Sorgen darüber.
Von den Befragten, die einen Konflikt für möglich halten, erwartet mehr als die Hälfte, dass Russland der wichtigste Gegner sein würde. Daneben werden auch Marokko und die Vereinigten Staaten regelmäßig genannt. Obwohl dieses Szenario nicht sicher ist, zeigt die Umfrage deutlich, dass die Angst vor einer internationalen Eskalation tief in der Gesellschaft verwurzelt ist.
Diese Sorgen beschränken sich nicht nur auf mögliche Kriege. Nicht weniger als 77 Prozent der Teilnehmer geben an, dass geopolitische Spannungen zu ihren größten Ängsten gehören. Danach folgen Sorgen um die eigene körperliche Gesundheit und psychische Gesundheit, die für einen Großteil der Bevölkerung eine große Rolle spielen.
Vor allem junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren erwarten, dass Spanien in einen Konflikt verwickelt werden könnte. Mehr als 72 Prozent von ihnen halten dies für eine realistische Möglichkeit. Auch in der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen glaubt ein ähnlicher Prozentsatz, dass ein Krieg nicht ausgeschlossen ist.
Dennoch ergibt sich ein auffälliger Kontrast, wenn die Menschen nach ihrer allgemeinen Lebenseinstellung gefragt werden. Trotz der düsteren Sicht auf die Zukunft Spaniens und der Welt bezeichnen sich mehr als 77 Prozent als optimistisch. Viele Spanier scheinen also über internationale Entwicklungen besorgt zu sein, behalten aber gleichzeitig eine positive Einstellung in ihrem täglichen Leben.
Dieses doppelte Gefühl spiegelt die derzeitige Stimmung in Spanien gut wider: eine Mischung aus Unsicherheit, Besorgnis und dennoch Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Quelle: Agenturen





