Die Milchbauern von Kuhmilch auf Mallorca, die der Genossenschaft „Cooperativa de Vaca Frisona de Mallorca“ und der Organisation der Milchbauern (OPL) angehören, haben sich darauf geeinigt, an diesem Dienstag (31.03.2026) einen öffentlichen Aufruf zum Verzicht auf den Konsum von Produkten der Damm-Gruppe zu starten.
In einer Erklärung haben sie dargelegt, dass sie diesen Aufruf als Reaktion auf die Nichteinhaltung der Verpflichtung erheben, die das Unternehmen gegenüber der Branche eingegangen war, nachdem es die Schließung von Agama angekündigt hatte.
Es sei daran erinnert, dass die Damm-Gruppe am 3. März die Schließung des Werks bekanntgab und den Landwirten mitteilte, dass sie ihre Milch nicht mehr abholen werde, was die Landwirte als eine Entscheidung betrachteten, die ihr vorheriges Versprechen brach, die Abholung bis September aufrechtzuerhalten – ein Zeitrahmen, der unerlässlich war, um sich neu zu organisieren und einen Absatzmarkt für ihre Produktion zu finden.
Ab dieser Woche werden die Betriebe damit beginnen, ihre Produktion, die sich auf 300.000 Liter pro Monat beläuft, von Mallorca wegzuschicken, und zwar alle zwei Tage, wobei sie die zusätzlichen Kosten tragen, die entstehen, wenn Milch, die bisher vor Ort abgeholt und verarbeitet wurde, von der Insel transportiert wird.
Die Genossenschaft der Friesenrinder von Mallorca und die OPL sind der Ansicht, dass diese Situation einen schweren Schaden für den mallorquinischen Milchsektor darstellt, nicht nur wegen der damit verbundenen logistischen und wirtschaftlichen Mehrkosten, sondern auch wegen des Verlusts an Wertschöpfung für Mallorca und wegen des Rückschlags für die Betriebe, die ohnehin schon unter besonders schwierigen Bedingungen arbeiten.
Aus diesem Grund haben die Erzeuger beschlossen, die Verbraucher aufzufordern, keine Produkte der Damm-Gruppe mehr zu kaufen, da sie der Ansicht sind, dass der multinationale Konzern in einer besonders heiklen Zeit sein gegebenes Wort gegenüber dem mallorquinischen Viehzuchtsektor gebrochen hat.
Die Entscheidung sei nicht nur auf einen wirtschaftlichen Schaden zurückzuführen, wie sie angaben, sondern auch auf eine Frage des Respekts gegenüber den Viehzüchterfamilien, die seit Jahren die Milchproduktion der Insel aufrechterhalten.
Von nun an, so kündigten sie an, werden die Erzeuger ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, die tägliche Milchabholung sicherzustellen, die Vermarktung ihrer Produktion neu zu organisieren und Stabilität für ihre Betriebe zu suchen, warnen jedoch davor, dass der vorübergehende Export außerhalb Mallorcas nicht zu einer strukturellen Lösung werden darf.
In diesem Sinne fordern sie gesellschaftliche Unterstützung und ein echtes Engagement für den Primärsektor. „Auf dem Spiel steht nicht nur die Zukunft einiger Betriebe, sondern der Fortbestand der Milchproduktion auf Mallorca“, schlossen sie.
Quelle: Agenturen



