“Keine Kohle” mehr für Kohle

Lesedauer des Artikels: ca. 4 Minuten -

“Bei BBVA ist Nachhaltigkeit ein wesentlicher Teil unserer Strategie, einschließlich des Kampfes gegen den Klimawandel, der eine der größten Störungen darstellt, mit denen die Menschheit je konfrontiert war”, sagte Carlos Torres Vila, Chairman und CEO von BBVA.

Die Bank hat in den letzten drei Jahren (2018-2020) mehr als 50 Milliarden Euro an nachhaltiger Finanzierung mobilisiert und ist damit ihrem Ziel, 100 Milliarden Euro in acht Jahren (2018-2025) zu mobilisieren, weit voraus.

2018 verpflichtete sich BBVA, ihr Kreditportfolio an den Zielen des Pariser Abkommens zur globalen Erwärmung auszurichten, und unterstützt die Notwendigkeit, bis 2050 netto null Kohlendioxidemissionen zu erreichen. Um diese Ziele zu erreichen, ist es von entscheidender Bedeutung, die Nutzung sauberer und nachhaltiger Energien zu fördern, im Gegensatz zu den umweltschädlicheren, wie z. B. Kohle, dem fossilen Brennstoff, der mit 40 % am meisten zu den weltweiten CO2-Emissionen beiträgt.

"Keine Kohle" mehr für Kohle

“Heute haben wir einen weiteren sehr wichtigen Schritt getan und uns verpflichtet, unser Engagement im Zusammenhang mit Kohle auf Null zu reduzieren. Wir werden unsere Kunden auf diesem Weg aktiv begleiten und sie bei der Umstellung auf Modelle, die auf nachhaltiger Energie basieren, mit Finanzierung und Beratung unterstützen”, so der Chairman und CEO der BBVA.

Die Bank hat angekündigt, dass sie die Finanzierung von Kunden einstellen wird, deren kohlebasierte Aktivitäten mehr als 5 % ihres Umsatzes ausmachen, wie es in ihrem aktualisierten BBVA-Umwelt- und Sozialrahmenwerk heißt. Unternehmen, die diesen Schwellenwert überschreiten, können nur noch Finanzierungen für erneuerbare und nachhaltige Energieprojekte erhalten. Die Definition des Schwellenwerts steht im Einklang mit den Kriterien der Science-Based Target Initiative, einer Initiative, die einen methodischen Ansatz zur Festlegung von wissenschaftsbasierten Dekarbonisierungszielen vorschlägt. Mehr als 1.200 Unternehmen weltweit haben sich zu dieser Initiative verpflichtet, darunter auch BBVA, die einzige spanische Bank.

Laut IPCC muss die Kohleverstromung auf nahezu Null reduziert werden, um bis 2050 eine kohlenstoffneutrale Wirtschaft zu erreichen.

Der grundlegende Schritt, den BBVA heute unternimmt, wird 2021 mit Plänen und Zielen abgeschlossen, die die Dekarbonisierung ihrer Kunden in allen CO2-intensiven Sektoren begleiten, die zusammen mit der Kohle für zwei Drittel der globalen Emissionen verantwortlich sind: Öl, Gas, Automobil, Stahl, Zement und Transport. Kurz gesagt, Pläne, die zum Ziel von Null Netto-Emissionen bis 2050 beitragen.

Andere Komponenten des Umwelt- und Sozialrahmens der BBVA

BBVA hat die Kriterien aktualisiert, die sie bei der Finanzierung aller Aktivitäten ihrer Kunden, die eine hohe Auswirkung auf die Umwelt und die Gesellschaft haben, befolgen wird, als Teil ihres Engagements für die Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der Menschenrechte. Der Umwelt- und Sozialrahmen von BBVA basiert auf den Standards internationaler Gremien, um Verbote für Aktivitäten mit Kunden in den Bereichen Bergbau, Agrarindustrie, Energie, Infrastruktur und Verteidigung festzulegen.

Darüber hinaus sind seit Dezember 2020 Aktivitäten mit Kunden verboten, die in irgendeiner Weise mit “arenas bituminosas” *** (Ölsand) in Verbindung stehen, wenn sie keine Strategie zur Diversifizierung ihrer Tätigkeit haben und diese mehr als 10 % ihrer Gesamtproduktion ausmachen. Ölsandexploration , -produktion und -transport sind ebenfalls ausgeschlossen.

Neue Kunden in diesen Sektoren mit hoher Umwelt- und Sozialverträglichkeit werden erst dann aufgenommen, wenn ihre Aktivitäten auf der Grundlage einer Analyse durch einen externen ESG-Experten (Environmental, Social and Governance) mit dem Rahmenwerk in Einklang stehen. Dieser Analyseprozess wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert, solange die Beziehung zum Kunden aufrechterhalten wird.

Der Umwelt- und Sozialrahmen ergibt sich aus der allgemeinen Nachhaltigkeitspolitik und der Politik der sozialen Verantwortung von BBVA. Dieses Rahmenwerk erweitert die Einschränkungen der bisherigen sektoralen Standards der Bank und enthält auch den Handlungsstandard in Sachen Verteidigung, in dem sie die Aktivitäten und Produkte auflistet, die sie nicht finanzieren wird, weil sie gegen ihre Prinzipien verstoßen.

BBVA ist dankbar für den wertvollen Beitrag seiner Stakeholder bei der Erstellung dieses Umwelt- und Sozialrahmens, einschließlich internationaler Gremien, Regulierungsbehörden und Nichtregierungsorganisationen.

(***) Auch bekannt als Teersande oder extra schwere Rohölsande. Sie bestehen aus einer Kombination von Ton, Sand, Wasser und Bitumen (ähnlich wie Teer).