Die Bürgermeisterin von Campos auf Mallorca, Xisca Porquer, hat einen Appell an die Bevölkerung gerichtet, den Konsum von Produkten der Damm-Gruppe einzustellen.
Dieser Aufruf erfolgt, nachdem das Unternehmen sein Versprechen gebrochen und die Schließung von AGAMA angekündigt hat. Besonders brisant ist die Situation, da sich die wichtigste Molkerei der Balearen in Campos befindet und die Gemeinde somit unverhältnismäßig stark von der Entscheidung betroffen ist.
In einer Plenarsitzung des Ajuntament de Campos wurde ein von der Partido Popular eingebrachter Vorschlag, die Damm-Gruppe zur „persona non grata“ zu erklären, von allen politischen Fraktionen einstimmig angenommen.
Die plötzliche Unterstützung der Oppositionsfraktionen überraschte Bürgermeisterin Porquer, da einige Parteien, darunter Més per Campos, zuvor ablehnend auf die Initiative der regierenden Volkspartei reagiert hatten.
Der angenommene Antrag unterstreicht die Solidarität mit den betroffenen Viehzüchtern in Campos und auf Mallorca und betont die Bedeutung des Primärsektors für die Zukunft der Region. Gleichzeitig wird die Damm-Gruppe für ihr Verhalten kritisiert, da sie die Viehzüchter in Unsicherheit zurückgelassen hat. Die Forderung an das Unternehmen lautet, sein gegebenes Wort zu halten.
Der Gemeinderat von Campos erklärt die Damm-Gruppe zur „persona non grata“, solange diese ihre Entscheidung nicht rückgängig macht und die Milchabholung von den betroffenen Viehzüchtern garantiert. Damit soll die Ablehnung der entstandenen Unsicherheit zum Ausdruck gebracht werden.
Der Stadtrat betont, dass die Entscheidung der Damm-Gruppe nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf einen Milchviehbetrieb in Campos hat, sondern auch einen symbolischen Schaden für die Identität der Gemeinde darstellt, die seit Generationen von der Landwirtschaft geprägt ist. Zudem wird ein weiterer Rückschlag für den gesamten Primärsektor der Balearen befürchtet.
Quelle: Agenturen




