Der klassische Zeitungskiosk in Spanien verändert langsam seinen Charakter. Aufgrund des starken Rückgangs der Verkäufe von Papierzeitungen müssen immer mehr Kioskbetreiber neue Produkte und Dienstleistungen anbieten, um ihr Geschäft offen zu halten.
In Städten wie Madrid versuchen viele Kioske, sich neu zu erfinden. Wo früher vor allem Zeitungen und Zeitschriften verkauft wurden, liegen heute auch Souvenirs, Snacks, Getränke oder andere kleine Produkte in den Regalen. Einige Kioske stellen sogar Kaffeemaschinen auf, damit Passanten schnell einen Kaffee kaufen können.
Die Zahlen zeigen, wie groß der Wandel ist. Laut einem Bericht der Asociación de la Prensa de Madrid sank die Zahl der Kioske in Spanien von 7.639 im Jahr 2012 auf 3.897 im Jahr 2022. Zu Beginn dieses Jahrhunderts gab es sogar mehr als 20.000 Kioske im Land. Viele Kioske sind also durch die Digitalisierung und veränderte Lesegewohnheiten verschwunden.
Trotz aller Veränderungen bleiben Kioske für viele Menschen ein vertrauter Ort in der Stadt. Für einige Kunden gehört der Kauf einer Papierzeitung nach wie vor zu ihrer täglichen Routine. Dank neuer Ideen hoffen die Kioskbetreiber, dass diese kleinen Straßenläden auch in Zukunft Teil des spanischen Straßenbildes bleiben.
Quelle: Agenturen





