Kommt die “4-Tage-Woche” auf Mallorca?

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MÉS per Mallorca hat im Parlament einen Antrag eingereicht, in dem die Zentralregierung aufgefordert wird, eine Studie über die Machbarkeit der Einführung einer 4-Tage-Woche auf den Inseln in Auftrag zu geben.

Der Vorschlag enthält auch die Forderung nach einem spezifischen Pilotplan für den Archipel, um diese Art von Arbeitswoche zu testen, einschließlich des Hotel- und Gaststättengewerbes, da es auf dem Markt ein großes Gewicht hat.

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Kommt die "4-Tage-Woche" auf Mallorca?

Laut dem Abgeordneten Joan Mas ‘Collet’ sind die Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gaststättengewerbe zu oft unzureichend, und die öffentlichen Verwaltungen müssen proaktiv nach Lösungen suchen”.

Aus diesem Grund sei die Untersuchung der Durchführbarkeit einer 4-Tage-Woche “in diesem Sektor zwingend erforderlich”, und er betonte, dass es bereits erfolgreiche Erfahrungen in der Privatwirtschaft gebe, “die zeigen, dass es möglich ist, eine 4-Tage-Woche im Dienstleistungssektor einzuführen”.

In diesem Zusammenhang wies der Abgeordnete der Ecosoberanista darauf hin, dass “die Entstehung von COVID-19 eine ernste wirtschaftliche, lebenswichtige und menschliche Umwälzung darstellt, die uns motivieren sollte, nach fantasievollen und möglichen Lösungen zu suchen”. Er wies darauf hin, dass die Telearbeit ein gutes Beispiel dafür ist, wie es Gesellschaften gelungen ist, sich an neue Situationen anzupassen.

“Wir müssen unsere Angst vor Veränderungen überwinden. In der Geschichte gibt es immer wieder Beispiele für tief greifende Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, die als unpassend oder katastrophal empfunden wurden, sich aber sowohl wirtschaftlich als auch im Hinblick auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen als Fortschritt erwiesen. Die Einführung des 8-Stunden-Arbeitstages und das Verbot der Kinderarbeit sind gute Beispiele”, betonte er.

In dem Vorschlag, den MÉS zur Debatte im Parlament angemeldet hat, wird jedoch betont, dass die niedrige Produktivität in vielen Fällen nicht so sehr auf die Arbeitnehmer selbst zurückzuführen ist, sondern auf das Modell der Unternehmensorganisation.

Die Initiative vertritt nämlich die Auffassung, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sogar das Glücksgefühl, mit dem die Arbeitnehmer an ihre Arbeit herangehen, grundlegende Faktoren für die Steigerung ihrer Produktivität sind.