Der spanische Kongress hat den Vorschlag der Partei Vox, die Burka in ganz Spanien zu verbieten, abgelehnt. Nur die Partido Popular und die UPN stimmten für den Plan. Alle anderen Parteien stimmten dagegen, sodass der Vorschlag keine Mehrheit erhielt.
Vox war der Ansicht, dass ein Verbot für mehr Sicherheit und eine bessere Integration notwendig sei. Nach Ansicht der Partei passt gesichtsbedeckende Kleidung nicht zur spanischen Gesellschaft und behindert die Gleichstellung von Männern und Frauen. Deshalb wollte Vox ein landesweites Gesetz, das in ganz Spanien gelten sollte.
Andere Parteien waren damit nicht einverstanden. Sie sind der Meinung, dass ein solches Verbot gegen die Religionsfreiheit verstößt, die in der spanischen Verfassung verankert ist. Außerdem wiesen sie darauf hin, dass nur wenige Frauen in Spanien eine Burka tragen. Ihrer Meinung nach ist ein landesweites Verbot daher übertrieben.
Die Partido Popular (PP) unterstützte den Vorschlag vor allem aus Gründen der Sicherheit und Integration. Dennoch reichte dies nicht aus, um eine Mehrheit zu erreichen. Die meisten Parteien sind der Meinung, dass Zusammenleben und Integration besser durch Dialog und Bildung erreicht werden können.
Der Vorschlag wurde schließlich mit großer Mehrheit abgelehnt. Damit ist der Plan vorerst vom Tisch. Es ist nicht das erste Mal, dass Vox versucht, gesichtsbedeckende Kleidung zu verbieten, aber auch frühere Vorschläge wurden abgelehnt.
Die Abstimmung zeigt, dass die Meinungen in der spanischen Politik in Bezug auf Religion, Integration und persönliche Freiheit stark geteilt sind. Vorläufig bleibt es in Spanien erlaubt, religiöse Kleidung zu tragen, solange dies nicht gegen bestehende Sicherheitsvorschriften verstößt.
Quelle: Agenturen





