Kontrollen und neue Vorschriften in Palma

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Ab diesem Wochenende (24.05.2025) gelten in Palma neue Verhaltensregeln, die sofort in Kraft treten. Damit will die Stadtverwaltung die Lebensqualität verbessern, Belästigungen bekämpfen und die Stadt für Einwohner und Besucher sauberer und sicherer machen.

Die offiziell im Amtsblatt BOIB veröffentlichten Regeln umfassen verschiedene Themen: von Abfall und Lärmbelästigung bis hin zu touristischen Führungen und der Nutzung von E-Scootern.

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Diskriminierung – sei es aufgrund der Herkunft, der Religion oder des sozialen Status – ist ausdrücklich verboten. Darüber hinaus setzt die Stadt klare Grenzen für Äußerungen im öffentlichen Raum, die für Minderjährige ungeeignet sind, wie beispielsweise Werbung für Drogen oder Sex.

Straßenabfälle, Graffiti und illegal geklebte Plakate sind tabu. Gastronomiebetriebe müssen für die Sauberkeit in ihrer unmittelbaren Umgebung sorgen und dürfen keine Einwegverpackungen verwenden. Wer Speisen zum Mitnehmen verkauft, ist verpflichtet, einen Abfallbehälter aufzustellen.

Musik auf der Straße ist nur mit Genehmigung erlaubt. Die Verwendung von Lautsprechern ist in Wohngebieten, vor öffentlichen Gebäuden und an belebten Orten künftig verboten. Die Nachtruhe der Anwohner hat Vorrang.

Führungen dürfen aus maximal 35 Personen bestehen und es wird die Verwendung von Audiogeräten empfohlen. Grundsätzlich sind Touren mit Fahrzeugen verboten, es sei denn, es liegt eine Sondergenehmigung vor. Diese Maßnahme tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.

Ein Bier auf einer Bank ist erlaubt, solange es keine Belästigung darstellt. Stereotype „Sauftouristen“, laute Versammlungen und Drogenkonsum sind hingegen ausdrücklich verboten.

Wildcampen ist nicht erlaubt – auch nicht mit Wohnmobil oder Wohnwagen. Außenmöbel, Lärm- oder Geruchsbelästigung? Nicht erlaubt. Wohnmobile dürfen maximal zehn Tage am selben Ort stehen.

Helm und Warnweste sind Pflicht. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen variieren je nach Art der Straße. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre (oder 15 Jahre mit Mopedführerschein). Eine Versicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 120.000 Euro ist obligatorisch.

Balconing, Parkour, das Schlafen in Parks und das Baden in Springbrunnen sind verboten. In öffentlichen Räumen ist Kleidung Pflicht. Auch Motorräder müssen fortan quer zur Fahrtrichtung geparkt werden.
Mit diesen Regeln will Palma seinen Status als lebenswerte Stadt erhalten und ein klares Signal senden: Tourismus ist willkommen, aber nicht um jeden Preis.

Quelle: Agenturen