Kosten für private Pflegeheime um 60 Prozent gestiegen

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Laut einem Bericht von Inforesidencias sind die Preise für private Pflegeheime in Spanien seit dem Jahr 2000 um 60 % gestiegen. Kostete ein Privatzimmer damals durchschnittlich 1.200 Euro pro Monat, so liegt dieser Betrag im Jahr 2025 bei rund 2.100 Euro. Dennoch liegt dieser Anstieg unter der Gesamtinflation in diesem Zeitraum, die über 70 % liegt. In der Praxis sind die Preise also nicht stärker gestiegen als die allgemeinen Lebenshaltungskosten.

Betrachtet man die jüngsten Zahlen, so ist von 2024 bis 2025 ein durchschnittlicher Anstieg von fast 4 % zu verzeichnen. Die monatlichen Kosten stiegen von etwa 2.040 Euro auf 2.118 Euro. Das scheint viel, liegt aber immer noch unter dem Anstieg der allgemeinen Inflation im gleichen Zeitraum.

Seit 2014 stiegen die Preise um 16 %, während die Inflation in denselben zehn Jahren mehr als 25 % betrug. Das bedeutet, dass die realen Kosten für den Aufenthalt in einem Pflegeheim tatsächlich niedriger sind als vor zehn Jahren. Für viele Familien ist dies jedoch dennoch eine schwere finanzielle Belastung, insbesondere angesichts der durchschnittlichen Renten in Spanien.

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Ein weiterer Faktor, der eine Rolle spielt, ist die Mehrwertsteuer. Im Jahr 2000 galt für diese Art von Pflegedienstleistungen noch ein ermäßigter Steuersatz von 7 %, während er heute bei 10 % liegt. Das erhöht die Kosten für die Bewohner etwas, ändert aber nichts an der Schlussfolgerung, dass der tatsächliche Preisanstieg begrenzt geblieben ist.

Der Bericht betont, dass die Kostenentwicklung vor allem auf den Wettbewerb und die Effizienz in diesem Sektor zurückzuführen ist. Dennoch bleibt die Nachfrage groß, da die Überalterung in Spanien unvermindert anhält. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach Pflegeplätzen in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

Nach dem jüngsten Bericht des Instituts für Senioren und Sozialdienste (Imserso) aus dem Jahr 2021 gibt es in Spanien 6.045 Pflegeeinrichtungen, davon 1.706 (28 %) öffentliche und 4.339 private Einrichtungen. Dazu gehören 1.433 öffentliche und 4.052 private Pflegeheime sowie 273 öffentliche und 287 private Seniorenwohnungen.

Quelle: Agenturen