Kostenfreiheit des öffentlichen Nahverkehrs bis 2027 verlängern?

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Die Gewerkschaft CCOO hat der Regierung der Balearen ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen, um den Auswirkungen der Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten entgegenzuwirken. Diese Situation, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurde, könnte sich laut CCOO in den kommenden Monaten verschärfen und die Wirtschaft der Inseln erheblich beeinträchtigen.

Die Gewerkschaft sieht ihren Vorschlag als Diskussionsgrundlage für weitere Maßnahmen, die je nach Entwicklung der Krise ergriffen werden könnten. Sie fordert zudem eine kontinuierliche Beobachtung der sozioökonomischen Lage im Rahmen des sozialen Dialogs.

CCOO betont, dass Preissteigerungen in der Vergangenheit oft schnell erfolgten, während Preissenkungen deutlich langsamer vonstatten gingen. Daher sei ein flexibler Hilfsplan notwendig, der staatliche Maßnahmen ergänzt.

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Das Maßnahmenpaket umfasst soziale und arbeitsrechtliche Vorschläge, die in vier Bereiche gegliedert sind und darauf abzielen, die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu schützen. Im Bereich Mobilität schlägt die Gewerkschaft vor, die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auf den Balearen bis zum 31. Dezember 2027 zu verlängern, falls die Inflation anhält.

Außerdem sollen die Taktfrequenzen im öffentlichen Nahverkehr erhöht werden, insbesondere während der Hochsaison und nach dem 30. Oktober, wobei Verbindungen zu Küstengebieten Priorität haben sollen. Die Umsetzung von Plänen für nachhaltige Mobilität am Arbeitsplatz soll beschleunigt, direkte Zuschüsse für Pendler mit geringem Einkommen eingeführt und die Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge gefördert werden.

Im Arbeitsbereich fordert CCOO direkte finanzielle Unterstützung für Arbeitnehmer, sollte die Inflation über die Tourismussaison hinaus anhalten, wobei besonderes Augenmerk auf befristet Beschäftigte gelegt werden soll. Die Gewerkschaft spricht sich gegen Verzögerungen beim Saisonstart oder eine vorzeitige Beendigung der Saison aus wirtschaftlichen Gründen im Zusammenhang mit dem Konflikt aus. Sie fordert die Aufrechterhaltung von Leistungen und Hilfen in Kurzarbeitssituationen (ERTE) bis zur Wiedereingliederung der betroffenen Arbeitnehmer.

Um die Preise zu stabilisieren, schlägt die Organisation spezifische Hilfsprogramme für Sektoren vor, die besonders stark von steigenden Kraftstoffpreisen betroffen sind, wie Transport, Fischerei, Viehzucht und Landwirtschaft. Zudem fordert sie die Einrichtung einer Stelle zur Überwachung und Kontrolle der Preisentwicklung von Waren und Dienstleistungen.

Im Bereich Wohnen plädiert CCOO dafür, die Balearen als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt auszuweisen, um Mietpreise zu begrenzen. Außerdem sollen Arbeitnehmer mit variabel verzinslichen Hypotheken, die besonders von steigenden Zinsen betroffen sind, gezielt unterstützt werden. Die Gewerkschaft betont abschließend, dass dieses Maßnahmenpaket entscheidend sei, um die Kaufkraft der Bürger zu erhalten und den sozialen Zusammenhalt in einem wirtschaftlich unsicheren Umfeld zu gewährleisten.

Quelle: Agenturen