Acht deutsche Touristen müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie für einen Brand auf dem Dach einer Bar in s’Arenal auf Mallorca verantwortlich gemacht werden. Die Staatsanwaltschaft fordert insgesamt 56 Jahre Haft. Der Brand verursachte großen Schaden und brachte mehrere Menschen in Gefahr.
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 20. Mai 2022. Die Gruppe von Touristen wohnte in einem Hotel und soll vom Balkon aus Gegenstände auf das Dach einer Bar mit einem Stroh- und Stoffdach geworfen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich unter anderem um brennende Zigarettenkippen, wodurch das Dach in Brand geriet.
Der Staatsanwalt behauptet, dass sich die Verdächtigen der Gefahr ihres Verhaltens voll bewusst waren. Sie hätten gewusst, dass das Dach sehr brennbar war und dass sich zu diesem Zeitpunkt Menschen auf der Terrasse und in den umliegenden Gebäuden befanden. Dennoch machten sie weiter, mit allen damit verbundenen Folgen.
Durch das Feuer entstand schnell eine starke Rauchentwicklung. Die Besitzerin der Bar und zwei weitere Personen mussten Hals über Kopf fliehen, um den Flammen zu entkommen. Auch eine benachbarte Bar, ein Wohnhaus und das Hotel, in dem die Touristen untergebracht waren, wurden beschädigt.
Wegen des Rauchs und der Gefahr einer Ausbreitung des Feuers wurden Hotelgäste und Anwohner vorübergehend evakuiert. Feuerwehr, Polizei und die Guardia Civil rückten in großer Zahl aus, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen und weiteren Schaden zu verhindern.
Neben den geforderten Freiheitsstrafen fordert die Staatsanwaltschaft auch eine Entschädigung in Höhe von fast 100.000 Euro. Dieser Betrag soll den durch den Brand verursachten Sachschaden decken. Der Fall wird vor dem Provinzgericht in Palma verhandelt.
Quelle: Agenturen





