Die Lebensmittelpreise in Spanien sind erneut stark gestiegen und haben ein historisches Hoch erreicht. Laut einem aktuellen Bericht der Verbraucherorganisation OCU kostet ein durchschnittlicher Warenkorb im März 2026 etwa 320 Euro pro Monat. Das ist der höchste Betrag seit Beginn der Erhebungen im Juni 2024.
Seit Juni 2024 erfasst die OCU die Preise von 100 häufig gekauften Supermarktprodukten. Jeden Monat werden die Preise bei Alcampo, Carrefour, Día, Mas, Ahorramas, Lidl, Mercadona und Supermercados El Corte Inglés verglichen, darunter frische Produkte, Eigenmarken, A-Marken sowie Basisprodukte für Haushalt und Hygiene.
Laut dieser monatlichen Untersuchung sind die Preise in kurzer Zeit deutlich gestiegen. Allein im März sind die Kosten im Vergleich zum Februar um 1,5 Prozent gestiegen. Damit endet eine kurze Phase der Stabilität zu Beginn des Jahres. Es wird erwartet, dass dieser Aufwärtstrend vorerst anhalten wird.
Eine wichtige Ursache für die Preissteigerungen ist die internationale Lage, insbesondere der Angriff auf den Iran. Dadurch sind die Kosten in der gesamten Produktionskette gestiegen. Vor allem Düngemittel sind teurer geworden, was sich direkt auf die Landwirtschaft und damit auf die Preise für frische Produkte auswirkt.
Vor allem Obst und Gemüse sind innerhalb kurzer Zeit deutlich teurer geworden. In nur zwanzig Tagen stiegen die Preise für diese Produkte um fast 6 Prozent. Im Vergleich zum Sommer 2024 liegen die Preise inzwischen um mehr als 15 Prozent höher. Das merkt man sofort, wenn man frische Produkte kauft.
Auch Fleischprodukte tragen zum Anstieg der Gesamtkosten für den Lebensmitteleinkauf bei. Zusammen mit Obst und Gemüse sind sie die Hauptgründe dafür, dass der durchschnittliche Warenkorb immer teurer wird.
Auf Produktebene sind die Unterschiede groß. Verpackter Salat ist um mehr als 23 Prozent teurer geworden. Zwiebeln und Paprika wurden etwa 11 Prozent teurer, während auch Tomaten und Äpfel deutlich an Preis zugelegt haben. Rindfleisch, wie zum Beispiel Entrecôte, ist ebenfalls teurer geworden.
Gleichzeitig gibt es aber auch Produkte, die gerade günstiger geworden sind. So sanken die Preise für Schokolade, Instantkaffee und Kartoffeln. Auch Produkte wie Nudeln, Speck und Schinken wurden etwas günstiger. Diese Rückgänge reichen jedoch nicht aus, um den allgemeinen Preisanstieg auszugleichen.
Insgesamt sind 55 der 100 untersuchten Produkte teurer geworden, während 32 Produkte im Preis gesunken sind. Der Rest blieb in etwa gleich. Dies bestätigt, dass der allgemeine Trend weiterhin nach oben zeigt und dass der Einkauf immer teurer wird.
Den Forschern zufolge befinden sich die Lebensmittelpreise derzeit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Erhebungen. Die Aussichten sind zudem nicht positiv, was bedeutet, dass Verbraucher wahrscheinlich mit weiteren Preissteigerungen rechnen müssen.
Die OCU plädiert daher für Maßnahmen wie die Beibehaltung eines niedrigeren Mehrwertsteuersatzes auf Lebensmittel. Außerdem wird vorgeschlagen, Fleisch und Fisch unter einen ermäßigten Steuersatz zu stellen, da diese Produkte als Grundnahrungsmittel gelten.
Für Verbraucher bleibt es wichtig, Preise sorgfältig zu vergleichen. Die Unterschiede zwischen Supermärkten können groß sein. Durch eine kluge Wahl des Einkaufsortes können Sie trotz der steigenden Preise dennoch Geld sparen.
Quelle: Agenturen



