Die Gemeinde Calvià auf Mallorca plant, in Magaluf elf leerstehende Ladenlokale zu erwerben und abzureißen, um auf einer Fläche von 2.600 Quadratmetern neuen öffentlichen Raum zu schaffen. Das Projekt, das voraussichtlich rund zwei Millionen Euro kosten wird, soll durch Mittel aus der Tourismussteuer finanziert werden. Ziel ist es, das Stadtbild aufzuwerten und die Attraktivität von Magaluf zu steigern.
Die betroffenen Ladenlokale, die sich in der Nähe der Punta Ballena befinden, stehen seit längerer Zeit leer und werden von Anwohnern als Schandfleck wahrgenommen. Durch den Abriss soll eine Freifläche entstehen, die potenziell als Grünfläche, Sitzbereich oder Veranstaltungsort für Märkte und Events genutzt werden kann. Die Gemeinde betont, dass es sich nicht um Neubauten handelt, sondern um die Beseitigung von Bausubstanz, die seit Jahren ungenutzt ist.
Die Finanzierung des Projekts durch die Tourismussteuer ist ein wichtiger Aspekt, da die Gemeinde Calvià in Zeiten knapper Kassen eine sorgfältige Begründung für die Verwendung der Mittel vorlegen muss. Die Notwendigkeit des Projekts wird mit der Aufwertung des Stadtbilds, der Schaffung von öffentlichem Raum und der Verbesserung des Sicherheitsgefühls in Magaluf begründet, insbesondere in den Wintermonaten, wenn weniger Touristen vor Ort sind.
Die Reaktionen der Anwohner auf die Pläne der Gemeinde sind gemischt. Während einige die Idee begrüßen, äußern andere Bedenken hinsichtlich der Perspektiven für lokale Gewerbetreibende. Einige Hoteliers bezweifeln, dass die Umgestaltung eine kurzfristige Lösung für die strukturellen Probleme in Magaluf darstellt. Insgesamt herrscht eine Mischung aus Skepsis und Neugier vor, da das endgültige Aussehen des Projekts noch unklar ist.
Die Gemeinde Calvià plant, in den kommenden Wochen die Details des Projekts zu klären, einschließlich der Einholung von Genehmigungen, der Erstellung eines Zeitplans für den Abriss und der Gespräche mit den Eigentümern der betroffenen Ladenlokale. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die ersten Arbeiten im nächsten Jahr beginnen. Bis dahin bleibt die Hoffnung auf eine positive Veränderung des Stadtbilds von Magaluf bestehen.
Quelle: Agenturen




