Legalisierung von Restaurants und Strandbars auf Mallorca?

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Die geplante Amnestie der Regierung für Küstengebiete wird voraussichtlich zahlreiche Gebäude entlang der Küste bewahren. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der Schutz dieser Gebäude nicht automatisch ihre Nutzung legalisiert. Während die Bausubstanz erhalten bleibt, bedeutet dies nicht, dass beispielsweise ein Restaurant oder eine Strandbar automatisch eine Genehmigung erhält.

Die endgültige Entscheidung über die Legalisierung solcher Aktivitäten durch eine Konzession liegt weiterhin bei der Regierung. Der Entwurf des Küstenordnungsgesetzes, der kurz vor der Verabschiedung durch die Regierung der Balearen steht, steht im Einklang mit dem Küstengesetz und sieht vor, dass das Ministerium für ökologischen Wandel einen verbindlichen Bericht vorlegen muss, bevor Konzessionen erneuert oder neue erteilt werden können.

Ziel des Gesetzentwurfs ist es, die Kontrollbefugnisse der Regierung über die Küsten der Balearen auszuweiten, die derzeit hauptsächlich in Madrid liegen. Es geht nicht darum, das Küstengesetz zu umgehen, sondern darum, Instrumente zu finden, um direkteren Einfluss auf Entscheidungen über die Nutzung der Küstengebiete zu nehmen.

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Um diese Mitentscheidungsrolle zu stärken, werden dem Gesetzestext einige Klarstellungen in Bezug auf die absolute Kontrolle Madrids hinzugefügt. Beispielsweise sieht der Entwurf vor, dass bei Ausbleiben eines Berichts innerhalb von zwei Monaten die sogenannte positive Verwaltungsstille gilt. Das bedeutet, dass eine ausbleibende Antwort innerhalb dieser Frist als Zustimmung gewertet wird. Sollte der Bericht jedoch fristgerecht und in der vorgeschriebenen Form vorgelegt werden und negativ ausfallen, beginnt eine zweimonatige Konsultationsphase, um eine Einigung zwischen den beiden Verwaltungen zu erzielen.

Laut Gesetzestext ist diese Einigung eine unabdingbare Voraussetzung für die Erteilung der Konzession, wenn sich der ablehnende Bericht ausschließlich auf die Gewährleistung der physischen Unversehrtheit und die öffentliche Nutzung des Küstengebiets bezieht. Die Regionalregierung beabsichtigt, die Regierung zu Verhandlungen zu zwingen und behält sich gleichzeitig das Recht vor, den Rechtsweg zu beschreiten.

Der Textentwurf erlaubt Reparatur-, Verbesserungs- und Modernisierungsarbeiten an Konzessionen im öffentlichen Meeres- und Landbereich, selbst wenn diese dem Küstenplan der Zone widersprechen. Sofern die Arbeiten keine Vergrößerung des Gebäudevolumens zur Folge haben, genügt eine verantwortliche Erklärung der Betroffenen.

Die Regierung arbeitet seit Monaten an diesem Gesetzentwurf, der ein zentrales Wahlversprechen von Marga Prohens darstellt. Laut Juan Manuel Lafuente, dem Minister für Meeresangelegenheiten, der die Ausarbeitung des Gesetzentwurfs überwacht hat, soll dieser das Äquivalent zu den Richtlinien für die Raumordnung des Meeres und der Küste darstellen.

Die Umweltorganisation GOB hat bereits die Rücknahme des Gesetzentwurfs aufgrund von Unstimmigkeiten und Kompetenzproblemen gefordert. Sie argumentiert, dass der Text zwar vom Schutz der Küste spricht, aber in Wirklichkeit darauf abzielt, bereits bestehende Nutzungen, die nichts mit dem Schutz der Küste zu tun haben, auszuweiten und zu festigen.

Die Regelung ermöglicht es, Hunderte von Küstengebäuden zu retten, die derzeit vom Abriss bedroht sind. Minister Lafuente erklärt, dass es sich dabei um traditionelle Hütten, Fischerhütten und Strandbars handelt, die nach der aktuellen staatlichen Gesetzgebung größtenteils abgerissen werden müssten, aber durch den neuen Gesetzestext geschützt werden. Die Consells haben die Möglichkeit, eine Verordnung zum Schutz des Kulturerbes mit einem Verzeichnis der zu schützenden Güter oder Gebäude zu erlassen.

Quelle: Agenturen