Löhne steigen – Lohnunterschiede bleiben groß

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Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt in Spanien ist 2024 auf 27.559 Euro gestiegen. Das ist laut Angaben des spanischen Statistikamtes INE der höchste Wert seit 2008. Dennoch verbergen diese Zahlen enorme Unterschiede zwischen Branchen und Regionen.

So verdienen Arbeitnehmer im Gastgewerbe durchschnittlich nur 16.778 Euro pro Jahr. Am anderen Ende der Skala stehen die Energieunternehmen, wo das durchschnittliche Jahresgehalt bei über 62.000 Euro liegt. Auch im Finanzsektor sind die Löhne mit durchschnittlich 54.170 Euro pro Jahr hoch. In den unterstützenden Verwaltungsdienstleistungen liegt der Betrag bei etwa 18.800 Euro.

Die Unterschiede sind nicht nur zwischen den Branchen, sondern auch zwischen den Regionen sichtbar. Arbeitnehmer in Madrid, dem Baskenland und Navarra verdienen mit Arbeitskosten zwischen 40.000 und 44.000 Euro pro Arbeitnehmer am meisten. In Regionen wie Extremadura, Andalusien und den Kanarischen Inseln liegen diese Kosten deutlich niedriger, zwischen 30.000 und 33.000 Euro.

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Der stärkste Lohnanstieg wurde in Extremadura gemessen, gefolgt von Murcia und Galicien. In Regionen wie dem Baskenland und Andalusien fiel der Anstieg deutlich geringer aus. Im Allgemeinen bleiben Löhne und Sozialabgaben die größten Kostenfaktoren für Arbeitgeber.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass fast alle spanischen Unternehmen mit Tarifverträgen arbeiten. Dennoch weicht ein kleiner Teil der Arbeitnehmer trotz kollektiver Vereinbarungen davon ab. Dies wirft Fragen zur Gleichbehandlung und zu den Arbeitsbedingungen auf.

Obwohl der Durchschnittslohn in Spanien also steigt, profitieren bei weitem nicht alle Arbeitnehmer gleichermaßen davon. Vor allem in Branchen wie dem Gastgewerbe, der Reinigung und den Verwaltungsdienstleistungen bleibt das Gehalt relativ niedrig.

Quelle: Agenturen