Die Balearen-Regierung hat eine neue Ausschreibung für die öffentlichen Schulkantinen der Inseln für die Schuljahre 2026-2029 angekündigt. Ein zentraler Punkt ist die verpflichtende Verwendung von lokalen und biologischen Produkten. Mindestens 10 % der in den Schulkantinen angebotenen Lebensmittel müssen aus regionalem und ökologischem Anbau stammen. Catering-Unternehmen, die bis zu 15 % lokale und biologische Produkte anbieten, erhalten bei der Auftragsvergabe zusätzliche Punkte.
Dies soll den Konsum von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln fördern. Die bisherige Praxis, Punkte für entweder regionale oder biologische Produkte zu vergeben, wird somit angepasst. Neben der Herkunft und Produktionsweise der Lebensmittel werden auch die Nährwerte der Speisepläne verbessert.
Täglich soll frisches Obst angeboten werden, ebenso wie Hülsenfrüchte und Fisch mehrmals im Monat, um die mediterrane Ernährung zu stärken. Der Konsum von rotem Fleisch wird auf zwei Tage im Monat begrenzt, verarbeitetes Fleisch wird gänzlich vermieden. Vollkornprodukte sollen Standard sein.
Landwirtschaftsminister Joan Simonet betonte, dass diese Ausschreibung den Beginn eines Modellwechsels darstellt, der lokale und ökologische Produkte in allen Verträgen der Regionalverwaltung berücksichtigt. Bildungsminister Antoni Vera hob die Bedeutung von Schulkantinen als Orte der Bildung und der Förderung gesunder Gewohnheiten hervor. Ziel sei es, dass alle Kindergärten und Grundschulen auf den Balearen einen Kantinenservice anbieten können.
Die Ausschreibung umfasst die Versorgung von 62 öffentlichen Bildungseinrichtungen mit einem Budget von über 9,2 Millionen Euro. Die Vertragslaufzeit beträgt zunächst drei Jahre mit der Option auf Verlängerung.
Quelle: Agenturen





