Louvre deckt „groß angelegten“ Betrug mit Eintrittskarten auf

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Eine Polizeirazzia im Louvre deckte diese Woche einen „groß angelegten“ Betrug mit Eintrittskarten und Reiseleitern auf, der vom Museum selbst angezeigt worden war, wie die berühmte Pariser Institution am Donnerstag (12.02.2026) mitteilte.

„Die Polizeirazzia, die am Dienstag, dem 10. Februar 2026, durchgeführt wurde, erfolgte nach einer Meldung des Musée du Louvre im Rahmen seiner Betrugsbekämpfungspolitik und nach laufenden Gesprächen zwischen Museumsmitarbeitern und der Polizei über betrügerische Praktiken”, teilte die Einrichtung in einer Erklärung mit.

Aufgrund der dem Museum vorliegenden Informationen wird das Vorliegen eines „groß angelegten” Betrugsnetzwerks vermutet, fügte sie hinzu. „Diese Aktivitäten haben die Museumsleitung dazu veranlasst, einen strukturierten Betrugsbekämpfungsplan umzusetzen, der eine Kartierung des Betrugs, verschiedene präventive und korrigierende Maßnahmen (rechtlicher, technischer und kontrolltechnischer Art) sowie die Überwachung der Ergebnisse umfasst”, präzisierte sie.

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Bei der Polizeiaktion wurden neun Personen festgenommen, darunter zwei Museumsmitarbeiter und zwei Reiseleiter, die verdächtigt werden, an diesem Netzwerk zum Verkauf gefälschter Eintrittskarten und zum Überverkauf von Führungen, insbesondere an chinesische Touristen, beteiligt zu sein, berichtete die Zeitung Le Parisien bei der Bekanntgabe der Razzia.

Laut einer zitierten Polizeiquelle wurden außerdem drei Fahrzeuge, 130.000 Euro in bar, fast 200.000 Euro auf Bankkonten sowie mehrere Banksafes mit dem gleichen Bargeldbetrag beschlagnahmt. Seit dem Juwelenraub am 19. Oktober 2025 hat das Louvre-Museum mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen, die seine strukturellen und verwaltungstechnischen Schwächen offenbart haben.

Der Raub, bei dem acht Juwelen der französischen Krone im Wert von 88 Millionen Euro entwendet wurden, deckte eine „chronische Unterschätzung” des Einbruchsrisikos und die Veralterung der Sicherheitssysteme auf. Die Untersuchungen ergaben Koordinationsmängel und unzureichende Ausrüstung, was zur Einrichtung einer Sicherheitsdirektion und eines Sicherheitsausschusses sowie zur Ankündigung der Installation von hundert Überwachungskameras und eines mobilen Polizeipostens führte.

Gleichzeitig musste das Museum aufgrund der Instabilität der Balken in der Campana-Galerie und einer Überschwemmung, die Hunderte von alten Büchern beschädigte, teilweise geschlossen werden. Diese Vorfälle sowie ein unbefristeter Streik der Mitarbeiter wegen des schlechten Zustands des Gebäudes und des Personalmangels verschärften die Reputationskrise. Anfang 2026 war der Louvre weiterhin nur teilweise geöffnet, und es kam zu Verzögerungen bei der geplanten umfassenden Renovierung.

Quelle: Agenturen