Luxustouristen spielen eine immer größere Rolle im spanischen Tourismus, auch wenn sie nur eine kleine Gruppe darstellen. Nur 3 Prozent aller ausländischen Besucher Spaniens fallen in diese Kategorie, aber zusammen machen sie 20 Prozent aller ausländischen Tourismusausgaben aus.
Diese Touristen geben pro Tag viel mehr Geld aus als der durchschnittliche Besucher. Während ein gewöhnlicher ausländischer Tourist etwa 50 Euro pro Tag ausgibt, sind es bei Luxustouristen mehr als 730 Euro pro Tag. Genau dieser große Unterschied macht diese Gruppe für die spanische Wirtschaft so wichtig.
Das meiste Geld von Luxustouristen fließt in Hotels. Fast 40 Prozent ihrer Ausgaben werden dort getätigt. Auch Juweliere profitieren stark davon, denn fast zwei Drittel aller ausländischen Ausgaben in diesen Geschäften stammen von dieser kleinen Gruppe von Reisenden. In Casinos liegt dieser Anteil sogar bei über 70 Prozent.
Die Luxustouristen entscheiden sich vor allem für bekannte Küstenorte. Reiseziele wie Palma de Mallorca, Ibiza, Marbella, Málaga und Calvià ziehen zusammen mehr als 60 Prozent aller Luxusausgaben an. Sonne, Strand und exklusive Einrichtungen sind also nach wie vor sehr beliebt.
Dennoch gewinnen auch Großstädte an Boden. Vor allem Madrid und Barcelona verzeichnen immer mehr Touristen, die viel Geld ausgeben. In Madrid stammen fast 19 Prozent aller ausländischen Ausgaben von Luxustouristen. In Barcelona liegt dieser Anteil bei rund 15 Prozent. Das breite Angebot an Luxushotels, Restaurants und exklusiven Erlebnissen spielt dabei eine große Rolle.
Was die Herkunft betrifft, so bleiben Länder wie das Vereinigte Königreich, Deutschland und Frankreich wichtig. Darüber hinaus wächst die Zahl der Luxustouristen aus Ländern mit hohem Einkommen, wie den Vereinigten Staaten und der Schweiz. Dies eröffnet neue Chancen für den spanischen Tourismus, insbesondere im oberen Marktsegment.
Quelle: Agenturen





