Madrid wächst auf mehr 3,5 Millionen Einwohner

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Die Stadt Madrid hat laut den neuesten Bevölkerungsdaten erstmals mehr als 3,5 Millionen Einwohner. Das Wachstum ist vor allem auf die Zuwanderung vieler lateinamerikanischer Migranten und die Entwicklung neuer Wohngebiete am Stadtrand zurückzuführen. Insgesamt kamen 2024 mehr als 41.000 neue Einwohner hinzu, von denen ein großer Teil aus dem Ausland Spanien stammt.

Auffällig ist der hohe Anteil von Einwohnern aus Kolumbien, Venezuela und Peru. Diese Bevölkerungsgruppen sind in Madrid innerhalb kurzer Zeit stark gewachsen. Kolumbianer bilden mittlerweile sogar die größte ausländische Gemeinschaft in der Stadt, noch vor den Rumänen, die jahrelang an der Spitze standen.

Die Stadtteile mit dem stärksten Wachstum sind vor allem die neuen Erweiterungsgebiete wie Valdebebas, El Cañaveral und Ensanche de Vallecas. Diese Vororte ziehen viele junge Familien an, auch dank der Neubauprojekte und der verbesserten Infrastruktur. In einigen Stadtteilen stieg die Einwohnerzahl um mehr als 10 Prozent.

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Nach Angaben der Stadtverwaltung von Madrid spielt die wirtschaftliche Attraktivität der Stadt eine große Rolle bei diesem Bevölkerungswachstum. Die Stadt bietet Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen, und viele neue Madrilenen entscheiden sich bewusst für diese Region, weil sie hier bessere Chancen und Lebensbedingungen vorfinden.

Das Wachstum bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie zum Beispiel eine Belastung des öffentlichen Nahverkehrs, des Wohnungsmarktes und der Nachfrage nach Schulen und Gesundheitsversorgung. Der Stadtrat prüft derzeit, wie die Stadt dieses Wachstum nachhaltig auffangen kann.

Mit diesen Zahlen festigt Madrid seine Position als größte Stadt Spaniens, weit vor Barcelona mit 1,7 Millionen Einwohnern. Es wird erwartet, dass das Wachstum vorerst anhalten wird, solange Migration und Stadtentwicklung im gleichen Tempo weitergehen.

Quelle: Agenturen