Madrid – Zentrum für Secondhand-Kleidung

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Immer mehr Spanier finden den Weg in Geschäfte, die Secondhand-Kleidung verkaufen. Natürlich gibt es in größeren Städten mehr solcher Läden, aber nur eine Stadt kann die Spitzenposition einnehmen: Madrid. Die spanische Hauptstadt zählt mittlerweile die meisten Secondhand-Bekleidungsgeschäfte des Landes und gehört nun auch zu den fünf europäischen Städten mit dem größten Angebot.

Das geht aus einer neuen Studie der Humana Fundación Pueblo para Pueblo hervor, über die EFEverde am Samstag, dem 11. April 2026, berichtete.

Dem Bericht zufolge gibt es in Spanien derzeit 861 physische Secondhand-Bekleidungsgeschäfte, verteilt auf 250 Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern. Madrid führt die Liste mit 98 Geschäften an, gefolgt von Barcelona mit 91. Danach folgen Valencia (45), Palma de Mallorca (31), Zaragoza (29), Sevilla (25) und Málaga (21).

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Auch auf regionaler Ebene fällt das Wachstum auf. Katalonien hat mit 181 Verkaufsstellen das größte Angebot, gefolgt von Andalusien (139), der Region Madrid (126), der Autonomen Gemeinschaft Valencia (86) und dem Baskenland (56).

Wer in Madrid auf der Suche nach Secondhand-Mode ist, findet vor allem im Stadtzentrum, in Malasaña und La Latina fündig. Dort konzentriert sich ein großer Teil des Angebots. In Barcelona sind vor allem El Raval und Gràcia bekannte Viertel für Secondhand- und Vintage-Kleidung. In Valencia sind es vor allem Ruzafa und El Carmen.

Mit seinen 98 Geschäften gehört Madrid mittlerweile zu den Top 5 in Europa. Nur London, Paris, Rom und Berlin zählen mehr Secondhand-Bekleidungsgeschäfte. London liegt mit 872 Geschäften nach wie vor weit vorne. Es folgen Paris mit 226, Rom mit 150 und Berlin mit 106. Zwischen Madrid und Barcelona liegt noch Wien mit 95 Geschäften. Barcelona folgt direkt danach mit 91.

Dieses Bild zeigt, dass Secondhand-Kleidung in Madrid längst keine Nische mehr ist. Die Stadt nähert sich dem Niveau großer europäischer Hauptstädte, in denen Wiederverwendung schon seit Jahren zum Straßenbild gehört.

Fast die Hälfte des spanischen Angebots befindet sich in den Händen von sieben gemeinnützigen Organisationen. Die größte ist Moda re- mit 186 Geschäften, gefolgt von Aeress (68), Humana (57), Madre Coraje (31), Cudeca (24), Piel de Mariposa (11) und Proyecto Lázaro (8). Darüber hinaus bieten auch große Modemarken und Online-Plattformen zunehmend Secondhand-Kleidung an, unter anderem über zusätzliche Vertriebslinien und digitale Marktplätze.

Das Kundenprofil hat sich zudem erweitert. Während Secondhand-Käufer früher vor allem Geld sparen wollten, handelt es sich zunehmend um treue Kunden, die sich bewusst für nachhaltigere Mode entscheiden. Darüber hinaus entscheiden sich viele Käufer gerade wegen des sozialen Zwecks hinter Secondhand-Kleidung, deren Erlös gespendet wird. Auch sind viele Menschen auf der Suche nach einzigartigen Kleidungsstücken oder lieben Vintage.

Quelle: Agenturen