Mallorca macht sich große Sorgen um den Tourismus

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“Wir werden die spanische Region sein, der es wirtschaftlich am schlimmsten ergeht”, berichtete die Ministerpräsidentin der Mittelmeerinseln, Francina Armengol, dem spanischen König Felipe VI., der am Montag (10.08.2020) zu Besuch war.

Während vor allem im Nordosten des Festlandes die Infiziertenzahlen bedenklich stiegen, konnten sich Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera als sichere Reiseziele empfehlen. Nach dem dreimonatigen Einreisestopp von Mitte März bis Mitte Juni kamen wieder Touristen.

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Im Juli öffneten 57 Prozent aller Hotels auf Mallorca, so die Präsidentin des mallorquinischen Hotelierverbandes, María Frontera, am Freitag. Die seien zu 37 Prozent belegt gewesen. Keine glänzenden Zahlen. Aber immerhin.

Seitdem hat sich die Lage fundamental geändert. In nur zwei Wochen, bis zum 7. August, ist die Zahl der Neuinfektionen auf den Balearen um das Siebeneinhalbfache, von 8,0 auf 60,03 je 100 000 Einwohner in 14 Tagen, gestiegen. Mallorca und die anderen Inseln können nicht mehr mit Covid-19-Sicherheit werben.

Die Wiederausbreitung des Virus nur sieben Wochen nach Ende des Alarmzustands treibt ganz Spanien um. Die Infiziertenzahlen haben sich in dieser Zeit verzehnfacht. Am Freitag nannte das Gesundheitsministerium eine Quote von knapp 80 Covid-19-Fällen auf 100 000 Einwohner in 14 Tagen; das ist in Europa der dritthöchste Wert nach Luxemburg (137) und Rumänien (87,4). Zu den vergleichsweise sicheren Ausnahmefällen in Spanien gehören die Kanaren mit zurzeit 10,22 Fällen pro 100 000 Einwohner.