Spanien hat einen gravierenden Wohnungsmangel. Im ganzen Land fehlen derzeit etwa 800.000 Wohnungen. Das geht aus einem aktuellen Bericht von UVE Valoraciones hervor. Der Bau neuer Wohnungen hält seit Jahren nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt.
Mehr als die Hälfte dieses Mangels konzentriert sich auf drei Großstädte. In und um Madrid, Barcelona und Valencia fehlen zusammen mehr als 450.000 Wohnungen. Gerade dort möchten viele Menschen aufgrund von Arbeit, Studium und Infrastruktur leben.
Am stärksten betroffen ist die Region Madrid. Dort fehlen mehr als 200.000 Wohnungen. In und um Barcelona sind es fast 150.000. Valencia folgt mit einem Mangel von etwa 98.000 Wohnungen. Dies führt zu einem starken Druck auf den Wohnungsmarkt in diesen Gebieten.
Auch andere Regionen haben mit Problemen zu kämpfen. Auf Mallorca, in Murcia und in der Provinz Málaga fehlen ebenfalls Zehntausende Wohnungen. In beliebten Küstenorten und Touristenstädten wie Elche und Benidorm ist die Nachfrage viel größer als das Angebot.
Aufgrund des Wohnungsmangels steigen die Preise weiter. Im Jahr 2025 sind die Kauf- und Mietpreise im Durchschnitt um mehr als 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für 2026 wird erneut ein Preisanstieg erwartet, der jedoch möglicherweise etwas geringer ausfallen wird.
Laut dem Bericht liegt die Ursache vor allem in der geringen Bauproduktion. Jährlich werden weniger als 100.000 neue Wohnungen gebaut, während mindestens 250.000 benötigt werden. Langsame Genehmigungsverfahren, hohe Kosten und mangelnde Investitionen verschärfen das Problem.
UVE Valoraciones plädiert für schnellere Verfahren und neue Bauweisen. Nur durch mehr und schnelleres Bauen kann der Wohnungsmangel verringert und die Preise letztendlich stabilisiert werden.
Quelle: Agenturen





