Eine scheinbar harmlose „Merienda” auf Mallorca hat in Spanien zu einer großen Diskussion in den sozialen Medien geführt. Auslöser war ein Foto einer Quittung, auf der zu sehen ist, dass jemand 4,40 Euro für einen Kaffee und 4 Euro für einen Kräutertee bezahlen musste. Für viele Menschen waren diese Beträge viel zu hoch.
Der Kassenbon wurde in großem Umfang auf X und anderen sozialen Medien geteilt, wo die Nutzer ihre Verwunderung über die Preise zum Ausdruck brachten. Ihrer Meinung nach handelt es sich hier um einen einfachen Café con Leche und heißes Wasser mit einem Teebeutel. Mehr als vier Euro finden sie unverantwortlich, vor allem, wenn es sich nicht um ein schickes Lokal handelt.
Auf dem geteilten Kassenbon steht, dass zwei Kaffees mit Milch zusammen 8,80 Euro kosten, eine Tasse Kräutertee 4 Euro und ein Stück Kuchen 8,60 Euro. Darüber hinaus sind noch weitere teure Getränke aufgeführt, wodurch sich der Gesamtbetrag auf 32 Euro beläuft.
Viele Reaktionen in den sozialen Medien weisen auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten in Spanien hin. Nicht nur Lebensmittel im Supermarkt sind teurer geworden, auch ein einfacher Besuch in einer Bar oder einem Café kostet immer mehr. Was früher eine tägliche Gewohnheit war, wird für manche langsam zur Ausnahme.
Andere hingegen nehmen die Gastronomie in Schutz. Sie betonen, dass Cafébesitzer ebenfalls mit höheren Preisen für Energie, Miete, Rohstoffe und Personal zu kämpfen haben. Ihrer Meinung nach ist es logisch, dass dies an den Kunden weitergegeben wird. Dennoch bleibt die Frage, wo die Grenze dessen liegt, was die Menschen zu zahlen bereit sind.
Die Diskussion zeigt, wie sensibel das Thema Preissteigerungen ist. Ein Betrag von vier Euro oder mehr mag nicht extrem hoch erscheinen, aber für viele Menschen symbolisiert er eine umfassendere Entwicklung. Es herrscht das Gefühl vor, dass alles nach und nach teurer wird, ohne dass die Gehälter im gleichen Tempo steigen.
Ob vier Euro nun wirklich übertrieben sind oder nicht, hängt stark von der Stadt, dem Standort und der Art des Geschäfts ab. In touristischen Gebieten oder Großstädten zahlt man oft mehr als in einer Dorfkneipe. Aber die Online-Aufregung macht deutlich, dass man als Unternehmer heutzutage schnell zum Thema der Diskussion werden kann, wenn man die Preise erhöht.
Quelle: Agenturen





