Mehr Wildschweine jagen? Die Lösung gegen die Schweinepest?

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In Spanien ist Unruhe ausgebrochen, nachdem bei Wildschweinen in der Umgebung von Barcelona die Afrikanische Schweinepest entdeckt wurde. Der Fund versetzt das Land in Alarmbereitschaft, da die Krankheit sowohl für Wildtiere als auch für die Schweineindustrie schwerwiegende Folgen haben kann. Seit der Bestätigung steht eine Frage im Mittelpunkt: Muss mehr gejagt werden, um die Ausbreitung zu verhindern, oder verschärft dies das Problem sogar noch?

Jägerverbände sind der Meinung, dass es Zeit ist, entschlossen zu handeln. Ihrer Ansicht nach ist die Wildschweinpopulation in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass die Situation unhaltbar geworden ist. Sie sehen die Jagd als notwendiges Mittel, um Ansteckungen zu begrenzen. Weniger Tiere bedeuten weniger Risiko einer Ausbreitung, so ihre Argumentation. Jäger betonen, dass es sich nicht um ein Hobby handelt, sondern um den Schutz der Natur, der Landwirtschaft und der Wirtschaft.

Tierschutzorganisationen und Umweltaktivisten sehen das jedoch ganz anders. Sie warnen davor, dass eine massive Jagd sogar noch mehr Schaden anrichten kann.

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Wenn Wildschweine gejagt werden, fliehen sie in andere Gebiete und können die Krankheit dadurch sogar schneller verbreiten. Nach Ansicht dieser Gruppen liegt der Kern des Problems nicht bei den Tieren selbst, sondern bei der Bewirtschaftung von Landwirtschaft, Viehzucht und Naturschutzgebieten. Sie plädieren daher für bessere Präventionsmaßnahmen und mehr Kontrollen in der Viehzucht.

In der Zwischenzeit versuchen Experten und Behörden, die Bevölkerung zu beruhigen. Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen nicht gefährlich, aber für Schweine sehr ansteckend. Ein großer Ausbruch würde enorme wirtschaftliche Schäden verursachen und den Export stark beeinträchtigen. Deshalb wird an einer gemeinsamen Strategie gearbeitet, an der sowohl Ökologen, Jäger als auch Wissenschaftler beteiligt sind.

Dennoch bleibt die Debatte heftig. Beide Seiten sind der Meinung, dass sie im Interesse der Gesundheit der Tiere und der Gesellschaft handeln. Die Regierung steht nun vor der Herausforderung, einen Ansatz zu finden, der sowohl effektiv als auch verantwortungsbewusst ist, ohne Panik oder unnötigen Schaden zu verursachen.

Fest steht, dass die Diskussion über Jagd und Tiermanagement noch lange nicht vorbei ist. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, welche Maßnahmen Spanien ergreifen wird, um eine größere Krise zu verhindern.

Quelle: Agenturen