Am 26. Juli, dem Internationalen Tag der Großeltern, wurde ein Bericht über die Beteiligung spanischer Großeltern an der Erziehung ihrer Enkelkinder veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass nicht weniger als 85 Prozent der Großeltern in Spanien irgendwann einmal bei der Betreuung ihrer Enkelkinder helfen. Fast die Hälfte tut dies regelmäßig, während 29 Prozent sogar täglich babysitten.
Großeltern verbringen durchschnittlich 16 Stunden pro Woche mit diesen Betreuungsaufgaben. Männer und Frauen sind dabei gleichermaßen beteiligt. Ihre Hilfe ist oft unverzichtbar, insbesondere wenn die Eltern arbeiten, Schichtdienst leisten oder keinen Zugang zu Kinderbetreuung haben.
Der Bericht enthält auch persönliche Geschichten, wie die eines 85-jährigen Rentners mit zwölf Enkelkindern. Er vergleicht seine Rolle als Großelternteil mit einem Notruf in der Armee: immer einsatzbereit. Seiner Meinung nach ist die Beziehung zwischen Großeltern und Enkelkindern reine Liebe.
Ein weiteres Beispiel ist eine italienische Großmutter, die extra nach Madrid gezogen ist, um sich um ihre Enkelinnen zu kümmern. Sie findet es wunderbar, Großmutter zu sein, betont aber auch, dass die Rolle der Eltern respektiert werden muss.
Eine Psychologin erklärt, dass Großeltern oft emotionale Stabilität bieten, die junge Eltern aufgrund von Stress und Arbeitsdruck manchmal nicht geben können. Sie vermitteln Ruhe, Sicherheit und Werte, brauchen aber selbst auch Ruhe, Anerkennung und Unterstützung.
Dennoch gibt es auch eine Warnung. Einige Großeltern sind überlastet, was als „Großeltern-Sklavensyndrom” bezeichnet wird. Deshalb plädieren Hilfsorganisationen für bessere Arbeits- und Familienregelungen, mehr psychologische Betreuung und mehr Unterstützung für Großeltern, die eine feste Betreuungsrolle übernehmen.
Quelle: Agenturen




