Mehrheit der Spanier finden Migrationspolitik zu lax

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Zwei von drei Spaniern finden, dass das Land bei der Migration zu nachsichtig ist. Das geht aus einer Umfrage der Zeitung 20minutos hervor. Von den Teilnehmern sagen 66 Prozent, dass die Grenzkontrollen zu mild sind, während nur 23 Prozent die derzeitige Politik für angemessen halten und weniger als 5 Prozent der Meinung sind, dass Spanien zu streng vorgeht.

Die Umfrage wurde zwischen dem 10. und 15. September 2025 unter mehr als tausend Online-Teilnehmern durchgeführt. Die Zahlen zeigen, dass die Haltung gegenüber Migration immer kritischer wird. So glaubt die Hälfte der Befragten, dass Einwanderung zu mehr Unsicherheit führt. Ein Viertel bleibt neutral, während 22 Prozent diese Aussage vollständig ablehnen.

Ein wichtiger Streitpunkt ist die Aufnahme von alleinreisenden minderjährigen Migranten. Die spanische Regierung möchte diese Jugendlichen auf alle autonomen Regionen verteilen, um die Belastung gerechter zu verteilen. Der Vorschlag der Regierung liegt jedoch nach Widerstand der von der konservativen Partido Popular regierten Regionen beim Verfassungsgericht auf Eis.

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Mehr als die Hälfte der Befragten, fast 55 Prozent, sind der Meinung, dass diese Jugendlichen besser in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden sollten. Demgegenüber steht, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung die Idee unterstützt, dass Spanien sie aufnimmt, ihnen eine Ausbildung bietet und sie bis zu ihrem 18. Geburtstag begleitet.

Auffällig ist, dass fast 70 Prozent der Befragten wollen, dass die Zentralregierung und die Regionen gemeinsam über die Verteilung dieser Minderjährigen entscheiden. Das Thema sorgte bereits im vergangenen Sommer für hitzige Debatten und bleibt eines der sensibelsten Themen in der spanischen Politik.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Migration ein Thema ist, das Spanien tief spaltet. Während die einen Solidarität und Aufnahme in den Vordergrund stellen, warnen die anderen vor einer Belastung der Einrichtungen und Risiken für die Sicherheit. Die Debatte scheint damit vorerst noch nicht beendet zu sein.

Quelle: Agenturen